Asylanträge, Langfristiger

Etwas mehr Asylanträge - Langfristiger Abwärtstrend bleibt

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 09:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

In Deutschland haben im September mehr Menschen erstmals einen Asylantrag gestellt als im Vormonat.

Am langfristigen Rückgang der Zahl der Asylsuchenden ändert das aber nichts. Wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums auf Anfrage mitteilte, nahm das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) im vergangenen Monat 5.276 Asylerstanträge entgegen. Das sind 40 Prozent weniger als im September vergangenen Jahres und 70 Prozent weniger als im September 2024.

"Der deutliche Rückgang der Asylzahlen zeigt: Unsere Maßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene wirken", sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Die Europäische Union setze den Kurs "zur Wendung des Asylsystems" weiter fort. Dazu gehöre ein Krisenreaktionsmechanismus, der die EU-Außengrenzen vor "gesteuerten Massenanstürmen" schütze, mit einer "schnellen Eingreiftruppe" der EU-Grenzschutzagentur Frontex und Schnellverfahren an den Grenzen.

Nach rund 5.550 Asylerstanträgen im Mai war die Zahl der neuen Asylanträge noch weiter gesunken, im Juli und August waren es jeweils weniger als 4.000 Anträge. Dass in den vergangenen Monaten etliche Menschen, die bereits länger in Deutschland leben, einen Folgeantrag beim Bamf gestellt haben, hängt mit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Oktober 2024 zur Lage in Afghanistan zusammen. Darin war festgestellt worden, dass Frauen aus dem seit 2021 wieder von den islamistischen Taliban regierten Land grundsätzlich einen Schutzanspruch haben.

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