ESG-Fusion, EthiFinance

ESG-Fusion: EthiFinance und ESG Book bilden Gegengewicht zu US-Riesen

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 16:53 Uhr, Redaktion boerse-global.de

EthiFinance und ESG Book fusionieren zum größten unabhängigen ESG-Rating-Anbieter Europas, um den US-Marktführern Paroli zu bieten.

EthiFinance und ESG Book: Fusion zu Europas ESG-Rating-Riese
Eine stilisierte, leuchtende EU-Flagge mit Datencharts und verbundenen Linien, die Konsolidierung und Datenfluss im ESG-Markt symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

EthiFinance und ESG Book fusionieren zu einem der größten unabhängigen Anbieter für Kredit- und Nachhaltigkeitsratings in Europa. Die neue Einheit firmiert unter dem Namen EthiFinance.

Ziel der Fusion: Ein Gegengewicht zu den US-Marktführern bilden. Diese kontrollieren derzeit rund 80 Prozent des europäischen Marktes für ESG-Daten. Das neue Unternehmen bündelt die Expertise von mehr als 300 Fachleuten an Standorten in Europa, den USA, Indien und Japan. Es deckt über 10.000 Betriebe ab und bedient mehr als 500 Kunden.

Künftig bietet EthiFinance Nachhaltigkeits- und Kreditratings aus einer Hand. So wollen die Partner ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den großen US-Anbietern stärken.

EU-Kommission will Bürokratie abbauen

Parallel zur Konsolidierung auf dem Ratingmarkt gibt es Bewegung in der Politik. Die EU-Kommission hat delegierte Rechtsakte zur Nachhaltigkeitsberichterstattung vorgelegt. Ziel: Die Berichtskosten für Unternehmen um mehr als 30 Prozent senken.

Doch während die Kosten sinken sollen, wird an anderer Stelle über neue Kennzahlen diskutiert. Die europäische Versicherungsaufsicht EIOPA prüft die Einführung eines „Green Insured Activities KPI“. Dieser soll den Anteil taxonomiekonformer versicherter Aktivitäten messen.

Kritiker warnen: Die Kennzahl bilde vor allem den Kundenmix ab, nicht die tatsächliche Transformation der Wirtschaft. Versicherer könnten „braune Risiken“ einfach aus dem Bestand entfernen, um ihre Zahlen kosmetisch zu verbessern – statt zur langfristigen Resilienz beizutragen.

Unternehmen setzen verstärkt auf soziales Engagement

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Die Fusion von EthiFinance und ESG Book schafft ein Gegengewicht zu den US-Riesen, die 80 % des europäischen ESG-Datenmarkts kontrollieren. Nutzen Sie diese Chance, um Ihre Compliance unabhängiger und kosteneffizienter zu gestalten – bevor Ihre Konkurrenz die neuen Datenquellen für sich entdeckt. Jetzt kostenlosen ESG-Report anfordern

Trotz komplexer Regularien investieren Firmen weiter in ihre soziale Verantwortung. Ein aktueller Marktbericht von Benevity zeigt: Die Unternehmensspenden sind zuletzt um acht Punkte gestiegen. Rund 1,87 Millionen Mitarbeiter leisteten im Jahr 2025 fast 24 Millionen Stunden Freiwilligenarbeit.

Die Gesamtspenden summierten sich auf 2,7 Milliarden US-Dollar. Das Geld floss an über 310.000 Nichtregierungsorganisationen.

Der Bericht dokumentiert zudem eine strategische Neuausrichtung des „Corporate Purpose“. 94 Prozent der Führungskräfte gaben an, Purpose-Programme zu unterstützen. Der Druck zur Neuausrichtung kommt aus verschiedenen Richtungen: 47 Prozent der Impulse stammen von Führungskräften, während Mitarbeiter und Compliance-Teams ebenfalls signifikanten Einfluss nehmen.

Milliardenfonds für europäische Tech-Startups

Flankiert werden diese Entwicklungen durch großvolumige Investitionsprogramme. Die EU-Staaten haben gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank die „European Tech Champions Initiative“ gestartet. Ein Dachfonds von 15 Milliarden Euro soll Wachstumskapital von bis zu 80 Milliarden Euro für europäische Scale-ups mobilisieren.

Ziel: Finanzierungslücken im Technologiesektor schließen.

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Die EU-Kommission will die Berichtskosten um über 30 % senken – doch gleichzeitig droht mit der neuen EIOPA-Kennzahl ein zusätzliches Greenwashing-Risiko. Unser Leitfaden zeigt, wie Sie beide Entwicklungen nutzen, um Ihre ESG-Strategie zukunftssicher aufzustellen. Greenwashing-Risiken jetzt vermeiden

Gleichzeitig verstärken Unternehmen ihre Bemühungen um digitale Unabhängigkeit. In Österreich gründeten Vertreter aus Banken-, Versicherungs- und Industriebranche eine Initiative für digitale Souveränität. Sie wollen europäische Technologien in den Bereichen Cloud, Betriebssysteme und Künstliche Intelligenz stärken – und die Abhängigkeit von außereuropäischen Anbietern verringern.

Auch am Kapitalmarkt setzen sich spezialisierte ESG-Produkte durch. An der London Stock Exchange wurde kürzlich ein nachhaltiger Anleihen-Bond einer Geschäftsbank notiert. Mit einem Volumen von 450 Millionen US-Dollar war er mehrfach überzeichnet. Nachhaltige Anlagestrategien in der Eurozone gewinnen zunehmend an Bedeutung – einzelne Fonds verwalten bereits Volumina im dreistelligen Millionenbereich.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

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