ESG-Compliance, PVFCCo

ESG-Compliance: PVFCCo zertifiziert erstmals Scope-3-Emissionen

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 07:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

PVFCCo erhält ISO 14064-1-Zertifikat für Klimabilanz 2025 inklusive Scope-3-Emissionen. Der Trend zu validierten Umweltdaten verstärkt sich.

PVFCCo erhält ISO-Zertifikat für Treibhausgasbilanz 2025
Moderne Industrieanlage mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Umweltzertifizierung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der vietnamesische Düngemittelkonzern PVFCCo (Börsenkürzel DPM) hat die Zertifizierung nach ISO 14064-1:2018 für seinen Treibhausgasinventarbericht 2025 erhalten. Die Urkunde wurde am 22. Juli 2026 in Ho-Chi-Minh-Stadt übergeben. Erstmals umfasst die verifizierte Klimabilanz auch die erweiterten Scope-3-Emissionen – also indirekte Treibhausgase entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Das Zertifikat stellte die Prüfgesellschaft BSI Assurance UK bereits am 17. Juli 2026 aus. Der Bericht weist Gesamtemissionen von 813.433 Tonnen CO?-Äquivalent aus. Die Einbeziehung von Scope 3 gilt als wichtiger Schritt für mehr Transparenz in der unternehmerischen Klimawirkung.

ESG-Berichterstattung wird zum Standard

Die Zertifizierung von Emissionsdaten gewinnt im Rahmen globaler ESG-Kriterien rasant an Bedeutung. Immer mehr Unternehmen nutzen verifizierte Berichte nicht nur für regulatorische Vorgaben, sondern auch als Risikomanagement-Instrument.

Genau diese strategischen Vorteile waren Thema eines Fachgesprächs des UN Global Compact Netzwerks Österreich am heutigen Donnerstag. Experten betonten: Eine fundierte Datenbasis und doppelte Wesentlichkeitsanalyse sind entscheidend, um Greenwashing-Vorwürfen zu entgehen. Verifizierte Berichte dienen als Glaubwürdigkeitsnachweis für die Nachhaltigkeitsstrategie.

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EMAS als Alternative: Stadtwerke Karlsruhe ausgezeichnet

Neben ISO-Zertifizierungen etablieren sich andere Systeme zur Dokumentation ökologischer Fortschritte. Die Stadtwerke Karlsruhe wurden gestern für ihre 30-jährige Teilnahme am EMAS-Umweltmanagementsystem geehrt. Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, überreichte die Urkunde.

Durch über 550 Einzelmaßnahmen erzielte der Versorger erhebliche Einsparungen: Die Fernwärme stammt inzwischen zu 90 Prozent aus Abwärme und Kraft-Wärme-Kopplung – das spart jährlich rund 150.000 Tonnen CO?. Seit 2019 sank der Stromverbrauch am Verwaltungsstandort um 38 Prozent, der Wärmeverbrauch um 50 Prozent.

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Beide Ansätze – ISO 14064-1 und EMAS – zielen darauf ab, Klimarisiken messbar zu machen. Der Unterschied: Während die ISO-Norm speziell die Treibhausgas-Berichterstattung fokussiert, bietet EMAS einen breiteren Ansatz für das gesamte betriebliche Umweltmanagement. Der Trend ist eindeutig: Extern validierte Umweltdaten werden zum Standard für die datenbasierte Transformation der Wirtschaft.

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