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Strom, Gas

Ergebnisentwicklung bei EnBW im Rahmen der Erwartungen

11.06.2014 - 10:51:57

Ein geringerer Gas- und Stromabsatz, rückläufige Strompreise im Großhandel sowie Sondereffekte haben sich negativ auf den Gewinn des Energiekonzerns EnBW ausgewirkt. Wie der drittgrößte deutsche Energieversorger im Rahmen einer Pressemitteilung verlauten ließ, wurde im ersten Quartal dieses Jahres unterm Strich ein Konzernüberschuss von 292,5 Mio. Euro erzielt. Obwohl hiermit im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von knapp einem Drittel verzeichnet wurde, verlief die Ergebnisentwicklung laut Unternehmensangaben im Rahmen der eigenen Erwartungen. Das Betriebsergebnis lag mit 744,8 Mio. Euro 15,1% unter dem Niveau des Vorjahres. Vor allem das Vertriebsgeschäft verlief für den Energieriesen erfolgreich. Der operative Gewinn lag in diesem Bereich bei 48 Mio. Euro - eine Steigerung von 24,9 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert. Erfreulich verlief die Entwicklung des Operating Cashflows: Gegenüber dem ersten Quartal 2013 erhöhte sich dieser um 79,3% auf 534,2 Mio. Euro. Der Umsatz ging hingegen mit 5,6 Mrd. Euro um 2,2% zurück. Einen signifikanten Ertragszuwachs verzeichnete die EnBW insbesondere im Stromvertrieb, während das Ergebnis beim Gas anlässlich des milden Winters unter Druck geriet: Der Absatz sank hier gegenüber dem Vergleichszeitraum um 2,4% auf 37,1 Mrd. Kilowattstunden. Der Stromabsatz an Industriekunden betrug zuletzt 8,6 Mrd. Kilowattstunden (- 8,5%), an Privatkunden 4,9 Mrd. Kilowattstunden (- 9,3%). Niedrige Wasserstände sowie ein geringer Niederschlag wirkten sich auf die unternehmenseigenen Wasserkraftwerke aus. Insbesondere im Segment der erneuerbaren Energien ging das operative Ergebnis in den ersten drei Monaten um beachtliche 21,9% auf 42,7 Mio. Euro zurück. Der starke Rückgang ist der Tatsache geschuldet, dass sich der Energieversorger angesichts sinkender Erträge aus der Stromerzeugung und des bisher starken Engagements im Bereich der Atomkraft neu erfinden muss.

Blick in die Zukunft

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen aus Karlsruhe mit einem operativen Ergebnis auf Vorjahresniveau oder höchstens bis zu 5% darunter. Unter anderem aufgrund der stark sinkenden Strompreise im Großhandel - 20% unter dem Vorjahr - erwartet Vorstand Frank Mastiaux eine rückläufige Entwicklung im Geschäft mit Energienetzen (-5% bis -15%) sowie bei Stromerzeugung und Handel (bis zu -5%). Ein deutliches Plus von 10 bis 20% wird hingegen im Vertrieb von Strom, Gas und anderen Produkten prognostiziert. Zulegen soll auch das Geschäft mit erneuerbaren Energien und zwar um 5 bis 15%. Einen großen Beitrag hierzu sollen laut Mastiaux neue Offshore- und Onshore-Windprojekte leisten. Hier wird in den kommenden Jahren eine Verdopplung der Windparks angestrebt. Die erwarteten Ergebniseinbußen im Bereich der konventionellen Stromerzeugung bis zum Jahr 2020- die Rede ist hier von 80% - möchte das Unternehmen durch starkes Wachstum in den Segmenten Dezentrales Vertriebsgeschäft, Netze sowie Erneuerbare Energien vollständig ausgleichen. Erreicht werden soll dies nicht zuletzt auch über die unterschiedlichen Vertriebswege. Zu nennen ist hier insbesondere die Tochter Yello Strom, welche für die größte Sparte im Geschäft mit Privatkunden steht.