Entgelttransparenz, Betriebe

Entgelttransparenz: Betriebe ab 200 Beschäftigte müssen Gehälter offenlegen

Veröffentlicht am: 21.06.2026 um 16:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Hohe Nachfrage nach Gehaltsabrechnern in der DACH-Region. Neue EU-Vorgaben zur Entgelttransparenz verschärfen die Anforderungen.

Lohnbuchhaltung 2026: Boom-Markt und neue Transparenzregeln
Eine Gruppe von Finanzexperten arbeitet in einem modernen Büro an Laptops und Dokumenten, um Teamarbeit und Präzision zu vermitteln. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Während die Nachfrage in der gesamten DACH-Regition hoch ist, rücken neue gesetzliche Anforderungen zur Lohntransparenz in den Fokus.

Allein in Nordrhein-Westfalen sind über 470 offene Positionen registriert. Besonders gefragt: Spezialisten für Gehaltsabrechnung und allgemeine Buchhaltung.

Anzeige

Viele Arbeitgeber verschenken jedes Jahr tausende Euro durch fehlerhafte Berechnungen bei Sozialversicherungsbeiträgen. Dieses kostenlose Handbuch zeigt Ihnen, wie Sie Abgaben korrekt ermitteln und durch steuerfreie Extras gleichzeitig die Mitarbeiterzufriedenheit steigern. Kostenlosen Lohnnebenkosten-Ratgeber herunterladen

Wo die Jobs warten

Großkonzerne und Dienstleister buhlen um Fachkräfte. In Essen sucht ALDI Nord Verstärkung, in Stuttgart sind BITZER, NOVENTI und Werner Sobek auf der Suche. Frankfurt am Main meldet ebenfalls zahlreiche Vakanzen – hier sind vor allem Amadeus Fire und die DIS AG aktiv.

Die Anforderungen sind klar: DATEV-Kenntnisse stehen ganz oben auf der Wunschliste. In Karlsruhe sucht die FC-Gruppe gezielt Buchhalter mit dieser Expertise. In Österreich, wo für Wien über 60 Stellen gemeldet sind, sind zusätzlich Kenntnisse im nationalen Steuerrecht und in ERP-Systemen wie SAP oder BMD NTCS gefragt.

Was verdient man?

Die Gehaltsspannen variieren stark. In Bremen zahlen Unternehmen Lohnbuchhaltern im Immobilienbereich 19 bis 24 Euro pro Stunde. In Österreich liegen die Bruttomonatsgehälter für erfahrene Kräfte zwischen 3.200 und 4.500 Euro. Führungspositionen in Wien knacken die 7.000-Euro-Marke. Eine digitale Steuerkanzlei in Österreich bietet Bilanzbuchhaltern bis zu 5.400 Euro brutto.

Internationale Kompetenzen werden immer wichtiger. Die NZZ in Zürich besetzt im Juni eine Payroll-Manager-Stelle – mit Verantwortung für die Schweiz, Deutschland und Namibia. Voraussetzung: langjährige Erfahrung mit SAP HCM und SuccessFactors sowie verhandlungssichere Deutsch- und Englischkenntnisse.

Anzeige

Ob Tankgutschein oder Jobticket – clevere Arbeitgeber nutzen rechtssichere Gehaltsextras, um Fachkräfte ohne Mehrkosten zu binden. Ein kostenloser Ratgeber für Personalverantwortliche enthüllt, welche Vorteile steuer- und sozialversicherungsfrei sind. Gratis-Ratgeber für steuerfreie Mitarbeitervorteile sichern

Neue Transparenzregeln für Gehälter

Parallel zur Marktdynamik treten rechtliche Neuerungen in Kraft. Die Frist zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz ist am 7. Juni 2026 verstrichen. Damit rückt das bereits seit 2017 bestehende Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG) wieder in den Fokus.

In Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten haben Angestellte einen Auskunftsanspruch über die Kriterien der Entgeltfindung. Gibt es eine Vergleichsgruppe von mindestens sechs Personen des anderen Geschlechts, muss der Arbeitgeber den Median des Bruttomonatsentgelts nennen. Ziel der Regelungen: Entgeltgleichheit sicherstellen und bestehende Lohnstrukturen offenlegen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wirtschaft | 69597474 |