EMFIS, Stocks

EMFIS EM Stocks Review: Asien schwächer - Korea schert nach

Veröffentlicht: 25.10.2006 um 14:31 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Die asiatischen Aktienmärkte entwickelten sich heute eher schwach. Während zu Beginn noch die Aufschläge an der Wallstreet nachvollzogen wurden, entschieden sich die Anleger im weiteren Handelsverlauf zunehmend für Gewinnmitnahmen. Dazu trug bei, dass sich auch der technologielastige Nasdaq-Index in den USA vom Dow Jones Index abgekoppelt hatte und nach unten ging. Ein weiterer Belastungsfaktor waren die Ölnotierungen, die sich mittlerweile wieder auf über 59 Dollar pro Barrel verbessert haben. Höhere Energiekosten dürften das Konsumverhalten der Verbraucher sowohl auf den Binnenmärkten als auch beim wichtigen Handelspartner USA belasten. Zudem steht für heute Abend die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank bevor. Zwar wird allgemein erwartet, dass diese den Zins auf dem derzeitigen Niveau belassen wird. Wichtig für die weitere Marktentwicklung ist aber auch, wie sich der Offenmarktausschuss zur weiteren Inflationsentwicklung äußert. Vor diesem Hintergrund wollte man gerade in Asien nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden. Der japanische Nikkei 225 gab 0,48 Prozent auf 16.699 Punkte ab und konnte damit – wie bereits gestern – die anfänglich erzielte Aufwärtsentwicklung nicht durchhalten. Im Technologiesektor sorgte insbesondere die gestrige Gewinnwarnung von NEC für schlechte Stimmung. Dies brachte NEC selbst um 6,03 Prozent nach unten. Toshiba verloren 1,17 Prozent und Fujitsu 1,54 Prozent. Im Autosektor gewannen Toyota Motor 0,43 Prozent und Suzuki Motor 1,75 Prozent hinzu, während Honda Motor vor Zahlen 0,97 Prozent abgaben. In Taiwan stehen diese Woche ebenfalls die Zahlen zahlreicher Technologiegrößen an. Vor diesem Hintergrund verlor der TAIEX heute 0,53 Prozent auf 7060 Punkte. Dabei schlitterte die Aktie von BenQ nach dem Zahlenwerk von gestern um 6,4 Prozent nach unten. Der Chipriese United Microelectronics verlor nach einem relativ schwachen Ausblick auf das laufende Quartal 1,36 Prozent. Taiwan Semiconductor wurden dadurch in Mitleidenschaft gezogen und verbilligten sich um 1,11 Prozent. Die Titel des LC-Display-Herstellers AU Optronics gaben nach schwachen Zahlen 1,5 Prozent ab. In Hongkong konnte sich der Hang Seng Index um 4,53 Punkte verbessern und schloss damit nahezu unverändert bei 18.157 Zählern. Hier blickte man nicht nur auf die heutige FED-Entscheidung, sondern zunehmend gebannt auch auf den ersten Handelstag der ICBC-Aktie am Freitag. Von hohem Verkaufsdruck konnte in Hongkong aber nicht die Rede sein. So legte das Marktschwergewicht China Mobile weitere 0,5 Prozent zu; die Titel von PetroChina verbesserten sich ölpreisbedingt um 0,47 Prozent. Etwas schwächer tendierten die Sektoren Banken und Immobilien. Hier gaben etwa Bank of East Asia 0,39 Prozent und Henderson Land 1,27 Prozent ab. Dem Aktienmarkt in Südkorea gelang es dagegen, nach oben auszureißen. Der Kospi stieg heute um 0,4 Prozent auf 1371 Punkte. Insbesondere bei ausländischen und großen institutionellen Anlegern schien sich der Eindruck zu verfestigen, dass die jüngsten Abschläge wegen des nordkoreanischen Kernwaffentests übertrieben gewesen sein könnten. Vor allem Bauwerte waren gefragt, nachdem die Regierung erklärt hatte, zwei größere Satellitenstädte in der Nähe von Seoul aus dem Boden stampfen zu wollen. Die brachte etwa die Titel von Hyundai Engineering & Construction um 2,4 Prozent nach oben, Ssangyong Cement stiegen um 1,81 Prozent. Posco verbesserten sich um 2,1 Prozent, nachdem der Stahlkonzern gestern Preiserhöhungen bekannt gegeben hatte. Samsung SDI legten um 3,25 Prozent zu. Der Display-Hersteller hatte zwar einen 49prozentigen Gewinnrückgang vermeldet. Dieser lag aber noch über den Markterwartungen. Gerhard Heinrich P.S. Lesen Sie weitere Nachrichten zu den Emerging Markets auf www.EMFIS.com

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wirtschaft | 9216187 |