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EMFIS EM Stocks Review: Asien durch Gewinnmitnahmen belastet

Veröffentlicht: 27.10.2006 um 13:25 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

In Asien ist die Freude über die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank heute wieder einer eher nüchternen Einschätzung gewichen. Aus den Vereinigten Staaten war zuvor gemeldet worden, dass im September die Durchschnittspreise für neue Eigenheime um 9,7 Prozent gefallen sind. Dies entsprach dem stärksten Rückgang seit annähernd 36 Jahren und nährte Befürchtungen, dass die Schwäche am amerikanischen Immobilienmarkt die dortige Wirtschaftsentwicklung stärker belasten könnte als bisher vermutet. Dies brachte vor allem Technologiewerte und die Papiere von Rohstoffunternehmen unter Druck. Daneben sorgen derzeit die zahlreichen Quartals- und Halbjahresberichte der großen asiatischen Konzerne für Wechselbäder. Diese sind in den vergangenen Tagen nicht immer nur hoffnungsvoll ausgefallen. Vor allem im Halbleiterbereich waren die Zahlen selbst zwar teilweise besser als erwartet, die jeweiligen Unternehmensprognosen fielen bisher aber überwiegend mau aus. In Japan gab der Nikkei 225 vor diesem Hintergrund 0,83 Prozent auf 16.669 Punkte ab. Die Titel von Fujitsu fielen um 3,1 Prozent, Canon verloren 2,41 Prozent. Zwar hatten beide Konzerne gestern recht gute Zahlen vorgelegt; dies war allerdings offenbar bereits in der bisherigen Kursentwicklung antizipiert worden. Daneben entwickelte sich der Bankensektor vergleichsweise schwach, nachdem die Kernrate der Verbraucherpreise im September nur um 0,2 Prozent gestiegen ist, was die Hoffnungen auf einen baldigen allgemeinen Zinsanstieg schmälerte. Mizuho Financial verloren angesichts dessen 1,9 Prozent und Resona Holdings 1,8 Prozent. In Taiwan konnte sich der TAIEX dagegen mit einem leichten Aufschlag von 0,08 Prozent auf 7086 Zähler knapp ins Plus retten. Hierzu hatten die erfreulichen Zahlen von Acer und Taiwan Semiconductor beitragen, die jeweils über den Erwartungen lagen. Taiwan Semiconductor zogen daraufhin um 1,63 Prozent an, Acer stiegen um 2,83 Prozent, obwohl die Ausblicke der beiden Konzerne vergleichsweise skeptisch ausfielen. Die Papiere des LC-Display-Herstellers Chi Mei Optoelectronics verbesserten sich um 0,88 Prozent. Der Konzern hat zwar erneut einen Verlust eingefahren, für das laufende Quartal aber den Turnaround in Aussicht gestellt. In Südkorea wiederum gab der Kospi 0,33 Prozent auf 1369 Stellen ab. Hier sah man insbesondere die weitere Entwicklung des Halbleitersektors kritisch und trennte sich von den entsprechenden Papieren. Dies brachte etwa Samsung Electronics um 1,43 Prozent nach unten. Hynix Semiconductor fielen nach Zahlen um 3,38 Prozent. Die Deutsche Bank hatte heute die Titel von „buy“ auf „hold“ abgestuft. Hyundai Motor gaben angesichts des weiter gestiegenen Won 2,31 Prozent ab. Die Titel des Raffineriekonzerns SK Corp stiegen dagegen um 2,23 Prozent. Das Unternehmen hat angekündigt, für umgerechnet 908 Millionen Dollar eigene Aktien zurückzukaufen. In Hongkong hat der Hang Seng Index heute bei 18.465 Punkten ein neues Allzeithoch erreicht. Im Handelsverlauf ging der Leitindex dann aber letztlich um 0,31 Prozent nach unten auf 18.297 Zähler. Im Blickpunkt blieb dabei das Mega-IPO der ICBC, deren Titel sich an ihrem ersten Handelstag um 14,7 Prozent verbesserten. Dieser Kursgewinn lag in etwa im Rahmen der Markterwartungen. Der Blick an die Börse Shanghai trübte allerdings das Bild ein wenig. Dort konnten sich die Aktien vom Typ A lediglich um 5,13 Prozent verbessern. Bei den Marktschwergewichten China Mobil und HSBC fanden Gewinnmitnahmen statt, die die Papiere um jeweils 0,4 Prozent und 0,2 Prozent nach unten brachten. Die China-Banken entwickelten sich überdurchschnittlich schwach. So verloren Bank of Communications 2,02 Prozent und China Merchants Bank 2,64 Prozent. Gerhard Heinrich P.S. Lesen Sie weitere aktuelle Nachrichten zu den Emerging Markets auf www.EMFIS.com

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