Elisabeth-Selbert-Haus: Richtfest gefeiert, Fertigstellung 2026 wackelt
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 19:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In Berlin-Mitte hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) gemeinsam mit der Bundestagsverwaltung ein wichtiges Etappenziel erreicht. An der Ecke Unter den Linden und Schadowstraße wurde das Richtfest für das künftige Elisabeth-Selbert-Haus gefeiert. Der Neubau soll zentrale Kapazitäten für den parlamentarischen Betrieb in unmittelbarer Nähe zum Reichstagsgebäude bereitstellen.
Moderne Büroflächen und kulturelle Nutzung
Das Bauprojekt umfasst einen sechsgeschossigen Neubau, der nach seiner Fertigstellung rund 200 Büros für die Verwaltung des Deutschen Bundestages bieten wird. Die Planung sieht eine Bruttogrundfläche von insgesamt zirka 13.000 m² vor.
Neben der Nutzung als Verwaltungsstandort übernimmt das Gebäude auch eine öffentliche Funktion: Für das Erdgeschoss ist der Einzug der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung vorgesehen, wodurch der Standort eine zusätzliche inhaltliche Bedeutung erhält.
Die architektonische Gestaltung liegt in den Händen des Büros kleyer.koblitz.letzel.freivogel architekten. Bei der baulichen Umsetzung setzt das beauftragte Unternehmen PORR auf moderne digitale Methoden. Die Bauausführung erfolgt unter Anwendung von Building Information Modeling (BIM), was eine präzise Koordination der verschiedenen Gewerke am Modell ermöglicht.
Fokus auf Nachhaltigkeit und energetische Standards
Ein wesentlicher Aspekt des Neubaus ist die Berücksichtigung ökologischer Kriterien. Das Energiekonzept des Elisabeth-Selbert-Hauses stützt sich maßgeblich auf regenerative Quellen. So wird das Gebäude mit Geothermie und Photovoltaikanlagen ausgestattet, um die Energieversorgung nachhaltig zu gestalten.
Das Richtfest ist gefeiert, doch der ursprünglich anvisierte Fertigstellungstermin gilt inzwischen als kaum noch realistisch. Wer ein öffentliches Bauvorhaben steuert, braucht deshalb einen belastbaren Fahrplan für BIM-Koordination, Nachhaltigkeitsnachweise und Termincontrolling. Kostenlosen Praxis-Leitfaden für öffentliche Bauprojekte anfordern
Ziel der Bauherren ist es, für das Objekt eine Zertifizierung nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) im Standard Silber zu erreichen. Damit folgt das Projekt den Bestrebungen des Bundes, bei öffentlichen Bauvorhaben hohe energetische und ökologische Qualitätsstandards umzusetzen.
Herausforderungen im Zeitplan
Trotz des feierlichen Anlasses und des sichtbaren Baufortschritts zeichnen sich Verzögerungen beim Fertigstellungstermin ab. In früheren Planungen war das Ende des Jahres 2026 als Zielmarke für die Fertigstellung gesetzt worden. Laut aktuellen Berichten und unter Berücksichtigung des gegenwärtigen Stands der Arbeiten gilt dieser Termin jedoch als kaum noch realistisch.
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Ein aktualisierter Zeitplan für den Abschluss der Bauarbeiten und den anschließenden Bezug durch die Bundestagsverwaltung sowie die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung wurde im Rahmen der Berichterstattung zum Richtfest noch nicht detailliert konkretisiert.
