Elektroautos: Rheinland-Pfalz erreicht 33,1 Prozent Anteil
Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 04:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWSRegionale Unterschiede bei Elektroautos
- Rheinland-Pfalz erreicht mit 33,1 Prozent den höchsten Elektroautoanteil.
- Hamburg kommt im laufenden Jahr auf 16,9 Prozent und bildet das Schlusslicht.
- Bundesweit stieg der Anteil gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,1 Prozentpunkte.
Elektroautos erreichen in Rheinland-Pfalz 33,1 Prozent
Elektroautos boomen in Deutschland, ihr Anteil an den Neuzulassungen unterscheidet sich jedoch stark zwischen den Bundesländern. In Rheinland-Pfalz fährt im laufenden Jahr mit 33,1 Prozent fast jedes dritte neu zugelassene Auto ausschließlich mit Strom.
Schleswig-Holstein folgt mit 32,6 Prozent, Niedersachsen erreicht 29,8 Prozent und Baden-Württemberg 29,7 Prozent.
Niedersachsen und Baden-Württemberg weit vorn
In Niedersachsen können neben der Bevölkerung auch Zulassungen von Unternehmen die Statistik beeinflussen. Das gilt ebenso für Baden-Württemberg mit seinen großen Autoherstellern Mercedes und Porsche. Nordrhein-Westfalen kommt auf 29,3 Prozent, Bremen auf 28,9 Prozent.
Vier Länder liegen nahe am Bundeswert
Bayern, Berlin, Brandenburg und das Saarland liegen nahe am bundesweiten Durchschnitt von 27,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhte sich der Elektroautoanteil in allen Bundesländern.
Hamburg bildet das Schlusslicht
Den niedrigsten Anteil verzeichnet Hamburg mit 16,9 Prozent. Sachsen und Sachsen-Anhalt folgen mit 21,6 beziehungsweise 21,7 Prozent; Thüringen kommt auf 22,4 Prozent, Hessen auf 22,5 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern auf 23,2 Prozent.
Rheinland-Pfalz legt am stärksten zu
Bundesweit stieg der Anteil im Jahresvergleich um 9,1 Prozentpunkte. Rheinland-Pfalz verzeichnete mit 13,8 Prozentpunkten den stärksten Zuwachs, gefolgt vom Saarland mit 12,9 und Schleswig-Holstein mit 11,7 Prozentpunkten.
Hamburg legte um 3,8 Prozentpunkte zu. Hessen erreichte ein Plus von 6,8 Punkten, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt jeweils 7,6 Prozentpunkte.
Die Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg der Elektroauto-Neuzulassungen, zugleich aber ein starkes regionales Gefälle. Zwischen Rheinland-Pfalz mit 33,1 Prozent und Hamburg mit 16,9 Prozent liegen 16,2 Prozentpunkte. Damit hängt der Übergang zur Elektromobilität nicht allein von der bundesweiten Nachfrage ab, sondern auch von regionalen Marktstrukturen.
Unternehmensflotten prägen die Statistik
Neuzulassungen umfassen neben privaten Käufern auch gewerbliche Fahrzeuge. In Ländern mit großen Automobilstandorten können Unternehmensflotten, Dienstwagen und Herstellerzulassungen die Landeswerte daher spürbar beeinflussen. Das gilt besonders für Niedersachsen sowie Baden-Württemberg, wo Volkswagen, Mercedes-Benz und Porsche ansässig sind.
Der bundesweite Zuwachs um 9,1 Prozentpunkte signalisiert, dass Elektroautos inzwischen breiter im Markt ankommen. Dazu tragen eine größere Modellpalette und der Kostendruck durch hohe Spritpreise bei. Die Unterschiede zwischen den Ländern zeigen jedoch, dass die Entwicklung nicht gleichmäßig verläuft.
Preis und Infrastruktur bleiben entscheidend
Für Käufer spielen neben dem Anschaffungspreis die Verfügbarkeit öffentlicher Ladepunkte, die Nutzungsmöglichkeiten im Alltag und die Frage nach dem passenden Fahrzeugtyp eine Rolle. Die niedrige Quote in Hamburg kann zudem mit einer stärker städtisch geprägten Mobilität und einem höheren Anteil anderer Antriebs- oder Zulassungsformen zusammenhängen; die dpa-Meldung weist dafür jedoch keine einzelne Ursache aus.
Für Politik und Autobranche bedeutet das: Der Markthochlauf lässt sich nicht nur an einem Bundeswert messen. Entscheidend bleibt, ob das Angebot bezahlbarer Modelle, die Ladeinfrastruktur und die Bedingungen für private sowie gewerbliche Nutzer regional Schritt halten.
