Elektroautos, Kaufprämie

Elektroautos: Kaufprämie katapultiert Neuzulassungen um 62%

Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 12:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Stromer-Neuzulassungen steigen im Juli um 61,7 Prozent, während Benziner und Diesel deutlich einbrechen. Die staatliche Förderung zeigt Wirkung.

E-Auto-Boom: Staatliche Prämie treibt Stromer-Zulassungen auf Rekordhoch
Ein modernes Elektroauto lädt an einer Ladestation in einer städtischen Umgebung bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die staatliche Kaufprämie katapultiert Elektroautos zu neuen Rekorden. Im Juli stiegen die Neuzulassungen reiner Stromer um 61,7 Prozent auf 78.609 Fahrzeuge, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) meldet. Damit erreichten BEVs einen Marktanteil von 29,3 Prozent.

Der Gesamtmarkt blieb mit 268.068 neu zugelassenen Pkw nahezu stabil (plus 1,2 Prozent). Doch die Verschiebung ist drastisch: Benziner brachen um 29,7 Prozent ein, Diesel um 21,8 Prozent. Plug-in-Hybride legten mit 30.609 Einheiten immerhin um 12,5 Prozent zu.

Förderung kommt in der Mittelschicht an

Seit dem Start des Programms am 19. Mai sind bis zum 5. August 103.542 Anträge eingegangen, rund 90 Prozent davon für reine Elektrofahrzeuge. Die Prämie von bis zu 6.000 Euro erreicht vor allem Haushalte mit mittlerem Einkommen: Die Hälfte der Antragsteller verdient bis zu 45.000 Euro, drei Viertel liegen unter 60.000 Euro.

Das Budget ist auf drei Milliarden Euro bis 2029 ausgelegt – genug für etwa 800.000 Fahrzeuge. Bereits 28.000 Anträge wurden bewilligt, mit einer Gesamtsumme von 53,9 Millionen Euro.

Chinesische Marken im Höhenflug, Tesla stürzt ab

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Vom E-Auto-Boom profitieren vor allem chinesische Hersteller. BYD steigerte seine Neuzulassungen um 365,4 Prozent auf 5.240 Einheiten, Xpeng legte um 371 Prozent zu, Leapmotor um 329 Prozent.

Ein gegenteiliges Bild zeigt Tesla: Nur 367 Neuzulassungen verzeichnete der US-Hersteller im Juli – nach 7.768 im Juni. Das entspricht einem Rückgang von knapp 67 Prozent im Jahresvergleich. Mercedes-Benz kam auf ein Plus von 8 Prozent, Volkswagen musste ein Minus von 7,6 Prozent hinnehmen.

Streit um die Prämie

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Die starke Position ausländischer Anbieter ruft Kritiker auf den Plan. Die CSU fordert, die Förderung stärker an lokale Produktion zu koppeln. Ein Automobilexperte schlägt vor, statt Einkommensgrenzen lieber Preisobergrenzen für geförderte Fahrzeuge einzuführen.

Trotz der Debatte hellt sich die Stimmung in der Branche auf. Der ifo-Geschäftsklimaindex für die Automobilindustrie stieg im Juli um sechs Punkte auf -15,6. Die Erwartungen der Unternehmen nähern sich mit -0,1 der Nulllinie – ein Zeichen, dass die Branche die Talsohle durchschreiten könnte.

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