Elektroautos, EU-Neuzulassungen

Elektroautos erreichen EU-Rekord: Deutschland über Durchschnitt, Dänemark an der Spitze

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 09:09 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Der Anteil reiner Elektroautos an den Neuzulassungen in der EU hat 2025 mit 17,3 Prozent einen Höchststand erreicht. Deutschland lag über dem Durchschnitt, Spitzenreiter war Dänemark mit großem Abstand.

Elektro-Autos breiten sich in der EU aus (Archivbild) - Bild: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn
Elektro-Autos breiten sich in der EU aus (Archivbild) - Bild: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn

Reine Elektroautos haben 2025 in der Europäischen Union einen Rekordanteil an den Neuzulassungen erreicht: 17,3 Prozent aller neu zugelassenen Pkw fuhren ausschließlich mit Strom.

Hybride bleiben stärkste Antriebsgruppe

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf Grundlage von Eurostat-Daten entfielen weitere 42,4 Prozent auf Hybridfahrzeuge. Reine Benziner machten 27,3 Prozent aus, reine Diesel 9,8 Prozent. Andere Antriebsarten wie Flüssig- oder Erdgas spielten nur eine geringe Rolle.

Der Anteil reiner Elektroautos ist damit binnen zehn Jahren stark gestiegen. 2015 lag er in der EU noch bei 0,4 Prozent.

Dänemark deutlich vor den Niederlanden

Den höchsten E-Auto-Anteil unter den EU-Staaten erreichte Dänemark mit 67,8 Prozent. Dahinter folgten die Niederlande mit 40,2 Prozent und Malta mit 37,6 Prozent.

Deutschland kam auf 19,1 Prozent und lag damit leicht über dem EU-Durchschnitt. Am niedrigsten war der Anteil in Kroatien mit 1,9 Prozent, der Slowakei mit 4,7 Prozent und Bulgarien mit 4,9 Prozent.

Deutschland größter Einzelmarkt

In Deutschland wurden 2025 rund 545.100 reine Elektroautos neu zugelassen. Das entsprach 28,9 Prozent aller 1,89 Millionen E-Auto-Neuzulassungen in der EU. Frankreich folgte mit 330.900 Fahrzeugen und einem Anteil von 17,5 Prozent.

In Deutschland legten die Neuzulassungen zuletzt weiter zu. Im August wurden nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes rund 69.000 reine Elektroautos neu registriert, gut 75 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Förderung und Infrastruktur als Faktoren

Als Gründe für den Aufschwung gelten unter anderem hohe Spritpreise, eine bessere Ladeinfrastruktur, günstigere Einstiegsmodelle und die Förderprämie der Bundesregierung. Europaweit lag Norwegen außerhalb der EU mit einem Elektroanteil von gut 95 Prozent an der Spitze.

Die Unterschiede zwischen den Ländern werden vor allem mit der jeweiligen Förderpolitik und den Investitionen in das Ladenetz erklärt.

Der EU-Markt verschiebt sich

Der Rekordanteil reiner Elektroautos markiert eine deutliche Veränderung gegenüber 2015. Damals lag ihr Anteil an den Neuzulassungen in der EU bei lediglich 0,4 Prozent; 2025 war es mit 17,3 Prozent bereits gut jeder sechste neue Pkw. Zugleich bleiben Hybridfahrzeuge mit 42,4 Prozent die zahlenmäßig stärkste Antriebsgruppe.

Die großen Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten zeigen, dass der Wandel nicht allein von der Nachfrage abhängt. Dänemark kommt auf 67,8 Prozent reine E-Autos, während Kroatien, die Slowakei und Bulgarien jeweils unter fünf Prozent liegen. Förderprogramme, Kaufpreise, Ladeangebote und die Zusammensetzung der nationalen Fahrzeugmärkte prägen das Tempo.

Deutschland über dem Schnitt, aber nicht an der Spitze

Deutschland liegt mit 19,1 Prozent nur leicht über dem EU-Mittel. Wegen seiner Marktgröße bleibt das Land dennoch zentral: 545.100 neue Elektroautos entsprachen 28,9 Prozent aller EU-Neuzulassungen dieser Antriebsart. Frankreich folgte mit 330.900 Fahrzeugen.

Für Verbraucher bedeutet der steigende Anteil eine größere Auswahl an Modellen und eine wachsende Bedeutung öffentlicher und privater Ladeinfrastruktur. Die jüngste Entwicklung in Deutschland zeigt zugleich, wie stark politische Förderung und laufende Kosten die Kaufentscheidung beeinflussen können. Ob der Trend dauerhaft trägt, hängt daher auch von stabilen Rahmenbedingungen, bezahlbaren Fahrzeugen und einem verlässlichen Ladenetz ab.

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