Einzelhandel-Streik, Verdi

Einzelhandel-Streik: Verdi fordert sieben Prozent mehr Lohn

12.06.2026 - 13:10:47 | boerse-global.de

Verdi ruft Beschäftigte von H&M, Zara, Primark und TK Maxx in NRW zu Warnstreiks auf. Zentrale Aktion in Gütersloh geplant.

Verdi-Warnstreiks legen NRW-Einzelhandel lahm
Einzelhandel-Streik - Nahaufnahme eines Protestplakats mit der Aufschrift „Streik!“ in einer Menschenmenge vor einem verschwommenen Einzelhandelsgeschäft. 12.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten mehrerer großer Handelsketten in Nordrhein-Westfalen für heute zu Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind Filialen von H&M, Zara, Primark und TK Maxx.

Die Aktionen konzentrieren sich auf zahlreiche Standorte im gesamten Bundesland. Dazu zählen Bielefeld, Dortmund, Düren, Neuss, Münster und Wuppertal. Auch in Köln, Aachen, Düsseldorf, Iserlohn und Essen legen Beschäftigte die Arbeit nieder.

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Zentrale Kundgebung in Gütersloh

In der Region Ostwestfalen-Lippe ist für heute eine zentrale Streikaktion in Gütersloh geplant. Mitarbeiter von Primark in Münster sowie von H&M-Filialen in Ibbenbüren beteiligen sich an den Maßnahmen. Für morgen sind bereits weitere Streiks angekündigt.

Trotz der koordinierten Arbeitsniederlegungen rechnen die betroffenen Geschäfte bislang nicht mit spürbaren Beeinträchtigungen für die Kunden.

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Sieben Prozent mehr Lohn gefordert

Hintergrund der Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen für den Einzelhandel. Verdi fordert eine Erhöhung der Entgelte um sieben Prozent – mindestens aber 225 Euro mehr pro Monat. Für Auszubildende verlangt die Gewerkschaft eine Steigerung um 150 Euro.

Ein weiterer Kernpunkt: ein Mindeststundenlohn von 14,90 Euro. Die angestrebte Laufzeit des neuen Tarifvertrags liegt bei zwölf Monaten.

Die Arbeitgeberseite hat die Forderungen bisher abgelehnt. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 30. Juni angesetzt. Bis dahin sollen die Warnstreiks den Druck auf die Unternehmen erhöhen.

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