Einzelhandel-Streik, Verdi

Einzelhandel-Streik: Verdi fordert 7 Prozent Lohnplus ab sofort

26.06.2026 - 13:08:27 | boerse-global.de

Verdi ruft zu massiven Warnstreiks in Hamburg auf. Kunden müssen mit Verzögerungen an den Kassen rechnen.

Verdi-Streiks im Einzelhandel: Tausende legen Arbeit nieder
Einzelhandel-Streik - Ein Nahaufnahme eines Streikschildes, das von einem Einzelhandelsmitarbeiter vor einem Supermarkteingang gehalten wird. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Verdi rief für Donnerstag und Freitag zu massiven Warnstreiks in der Hansestadt auf. Betroffen sind Kaufland, Netto, Rewe, Penny und Famila.

Kunden spüren die Folgen

Die Gewerkschaft rechnet mit spürbaren Einschränkungen. An den Kassen kommt es zu Verzögerungen, Frischetheken bleiben zeitweise unbesetzt. Auch die Warenverräumung stockt in vielen Filialen. Die Proteste beschränken sich nicht auf Hamburg: Parallel streiken am Freitag über 100 Betriebe im bayerischen Einzel- und Großhandel. Eine zentrale Kundgebung findet in Augsburg statt. Bereits am Donnerstag beteiligten sich bundesweit Beschäftigte von über 100 Kaufland-Filialen – mit Schwerpunkten in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

Arbeitgeber blocken ab

Der Grund für die Arbeitskämpfe: Die Tarifverhandlungen sind festgefahren. Verdi fordert 7 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 225 Euro pro Monat – bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für die unteren Lohngruppen peilt die Gewerkschaft einen Mindeststundenlohn von 14,90 Euro an. Auszubildende sollen 150 Euro monatlich mehr bekommen.

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Die Arbeitgeber bieten eine stufenweise Erhöhung: 2 Prozent ab November 2026, weitere 1,5 Prozent ab August 2027. Die Laufzeit: 24 Monate. Für Verdi ist das unzureichend. Besonders scharf kritisiert die Gewerkschaft die Schwarz-Gruppe (Kaufland) – angesichts deren wirtschaftlicher Stärke.

„Versorgung ist gesichert“

Die Unternehmen geben sich gelassen. Kaufland betont, alle Filialen blieben regulär geöffnet, die Warenversorgung sei gesichert. Am Freitag laufen neue Verhandlungsrunden an – für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und den baden-württembergischen Großhandel. In Hamburg werden die Gespräche voraussichtlich am 9. Juli fortgesetzt.

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Der Druck auf die Arbeitgeber wächst auch in anderen Sparten: Im Saarland und in Rheinland-Pfalz legten Beschäftigte von H&M, Primark und Ikea die Arbeit nieder. Bereits Mitte Juni gab es erste Aktionen in Ostwestfalen-Lippe.

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