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EEG-Novelle 2027: Feste Vergütungen fallen weg, Direktvermarktung wird Standard

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 19:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die geplante EEG-Reform schafft feste Vergütungen ab und macht die Direktvermarktung zur Pflicht. Branchenverbände kritisieren kurze Fristen und Investitionsrisiken.

EEG-Novelle 2027: Ende der festen Einspeisevergütung für Solar und Wind
Moderne Windkraftanlagen und Solarpaneele in einer weitläufigen Landschaft bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die EEG-Novelle 2027 krempelt die Förderlandschaft für Solar- und Windenergie komplett um. Feste Einspeisevergütungen fallen schrittweise weg, neue Regeln für Netzengpässe kommen. Das geht aus einem Referentenentwurf zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes hervor.

Aus für feste Vergütungen – Direktvermarktung wird Standard

Der Systemwechsel ist deutlich: Für neue Anlagen entfällt die garantierte Einspeisevergütung. Stattdessen müssen Betreiber ihren Strom künftig direkt vermarkten – und das gilt bald auch für kleine Photovoltaik-Anlagen unter 25 Kilowatt (kW). Eine Übergangsphase mit reduzierten Zahlungen über 36 Monate soll den Umstieg abfedern. Bis 2030 sinken die Vergütungen dann weiter.

Parallel dazu plant die Regierung, die Entschädigungen für Betreiber in Netzengpassgebieten zu kürzen. Werden Anlagen wegen Überlastung abgeregelt, fließt weniger Geld. Der Schwellenwert für solche Gebiete steigt von drei auf fünf Prozent. Und die Dauer des Entschädigungsverzichts bei Abregelungen sinkt von zehn auf sechs Jahre – betroffen sind zehn bis 20 Prozent der Jahreserzeugung.

Windkraft: Mehr Volumen, gedeckelte Pachten

Die Windenergie bekommt ein festes Ausschreibungsvolumen bis 2032 – zusätzliche 12 Gigawatt (GW) sind vorgesehen. Heikel: Die Pachtzahlungen für Windkraftanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen sollen auf maximal 2,5 Prozent des Stromertrags gedeckelt werden. Ein Punkt, der für Diskussionen sorgt.

Bei Biogasanlagen steigt der sogenannte Maisdeckel, komplett abgeschafft wird er laut Branchenkreisen nicht. Agri-PV und Moor-PV erhalten Boni, die Ausschreibungsmengen für Biomasse bleiben aber hinter den Erwartungen zurück. Immerhin: Bestehende Anlagen genießen Bestandsschutz.

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Der Referentenentwurf zur EEG-Novelle 2027 macht die Direktvermarktung zur Pflicht – für neue Anlagen entfällt die feste Einspeisevergütung. Betreiber müssen ihren Strom künftig direkt vermarkten, auch bei kleinen PV-Anlagen unter 25 kW. Gleichzeitig sinken die Entschädigungen in Netzengpassgebieten. Wer jetzt nicht umstellt, riskiert ab 2027 erhebliche Ertragseinbußen. Dieser Report zeigt Ihnen in fünf konkreten Schritten, wie Sie die Umstellung meistern – inklusive Kosten-Nutzen-Rechner und Mustervertrag. Jetzt kostenlosen Strategie-Report anfordern

Scharfe Kritik an kurzen Fristen und Investitionsrisiken

Die Branche reagiert verhalten bis ablehnend. Besonders die Frist für Stellungnahmen zum Entwurf – gerade einmal drei Werktage – sorgt für Unmut. „Das ist viel zu kurz für eine so grundlegende Reform“, heißt es aus Verbänden. Das Elektrohandwerk warnt vor einem Investitionsknick bei Dach-Photovoltaik und fordert Übergangsfristen von mindestens 60 Monaten sowie mehr Förderung für Speicher und Solar-Gründächer.

Auch Klimaschützer sehen die Klimaziele 2030 in Gefahr: 80 Prozent erneuerbarer Strom und 65 Prozent weniger Treibhausgase – das könnte mit den neuen Regeln wackeln. Ein Windenergie-Verband kritisiert zudem den Wegfall von Regionalnachweisen und Innovationsausschreibungen im aktuellen Entwurf.

Ausblick: Kabinettsbeschluss noch im Juli

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Die geplante Pachtdeckelung für Windkraftanlagen auf maximal 2,5 Prozent des Stromertrags sorgt für Unsicherheit bei Flächeneigentümern und Betreibern. Gleichzeitig steigt das Ausschreibungsvolumen um zusätzliche 12 Gigawatt bis 2032. Wer seine Pachtverträge jetzt anpasst, sichert sich langfristige Planbarkeit. Unser Report liefert einen Mustervertrag für den Pachtdeckel und zeigt, wie Sie von den neuen Ausschreibungen profitieren. Mustervertrag und Strategie jetzt sichern

Die EEG-Novelle soll Ende Juli ins Kabinett. Parallel dazu läuft ein Netzanschlusspaket mit mehr Digitalisierung und verbindlichen Anschlussfristen – Investoren warnen allerdings vor zusätzlichen Baukostenzuschüssen.

Auf EU-Ebene gibt es Signale, den Emissionshandel anzupassen und die CO2-Zertifikate nach 2030 langsamer zu senken. Das soll der Industrie mehr Zeit für die Dekarbonisierung geben. Und auf dem Nordsee-Gipfel in Hamburg wurden internationale Verpflichtungen bekräftigt: Zwischen 2031 und 2040 sollen jährlich 15 GW Offshore-Wind ausgeschrieben werden.

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