Cohen, Stellenabbau

eBay-Übernahme: Cohen plant drastischen Stellenabbau bei 12.300 Mitarbeitern

05.06.2026 - 05:31:24 | boerse-global.de

GameStop-Chef Ryan Cohen will nach der eBay-Übernahme die Belegschaft drastisch reduzieren und jährlich 2 Milliarden US-Dollar sparen.

Ryan Cohen plant radikalen Stellenabbau bei eBay nach Übernahme
Cohen - GameStop-Logo zerquetscht eBay-Logo, symbolisiert Übernahme und Restrukturierung. Hintergrund: modernes Büro mit Finanzcharts. 05.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Von den rund 12.300 Mitarbeitern sollen nur wenige bleiben.

„Das Geschäft lässt sich von zu Hause führen“

Der GameStop-CEO treibt die Pläne für eine Übernahme des Online-Marktplatzes voran. Sein Ziel: Amazon Konkurrenz machen. Berichten zufolge plant Cohen drastische Einschnitte in die Personalstruktur von eBay. Von den rund 12.300 Beschäftigten – etwa 7.200 in den USA – sollen nur noch ein Bruchteil übrig bleiben.

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„Theoretisch könnte ich das Geschäft von meinem Haus aus führen“, betonte Cohen. Der massive Stellenabbau soll jährliche Einsparungen von rund 2 Milliarden US-Dollar bringen.

Übernahmeangebot über 56 Milliarden Dollar

Das Angebot von GameStop liegt bei 125 US-Dollar pro Aktie – insgesamt 56 Milliarden US-Dollar. Die Finanzierung soll zur Hälfte in bar, zur Hälfte durch neue Aktien erfolgen. eBay wies das Angebot Anfang Juni als weder glaubwürdig noch attraktiv zurück.

Doch GameStop hat sich bereits eine starke Verhandlungsposition geschaffen: Der Konzern hält inzwischen rund 7 Prozent der eBay-Aktien.

Rekordgewinne als Finanzbasis

Die Übernahmepläne ruhen auf einer soliden Bilanz. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 verzeichnete GameStop einen Rekord-Nettogewinn von 389,6 Millionen US-Dollar. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum waren es nur 44,8 Millionen.

Der Umsatz stieg um rund 14 Prozent auf 835,3 Millionen US-Dollar. Besonders das Segment der Sammlerstücke wuchs um 65 Prozent und macht inzwischen über 40 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Aktienrückkäufe in Milliardenhöhe

Der Vorstand genehmigte Anfang Juni ein Aktienrückkaufprogramm über 2 Milliarden US-Dollar, das bis 2029 läuft. Ein klares Signal an die Aktionäre – und eine Demonstration finanzieller Stärke.

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Filialen als Logistikzentren

Cohen hat einen klaren Plan für die Zeit nach der Übernahme: Die rund 1.600 US-Filialen von GameStop sollen künftig als Logistikzentren für eBay dienen. Das verspricht schnellere Lieferzeiten und niedrigere Betriebskosten.

Ob der Deal zustande kommt, ist fraglich. Prognosemärkte bewerten die Erfolgswahrscheinlichkeit derzeit als gering. Klar ist aber: Der Druck im Online-Handel wächst. Der Handelsverband Deutschland erwartet für 2026 ein nominales Umsatzplus von 4,3 Prozent. Online-Marktplätze machten bereits im Vorjahr mehr als die Hälfte aller Online-Umsätze aus.

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