E-Rechnungspflicht: Neue XML-Standards ab 2028 für alle Unternehmen
16.06.2026 - 21:02:41 | boerse-global.de
Treiber sind technologische Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz und verschärfte regulatorische Anforderungen. Besonders im Bereich Zeiterfassung und Buchhaltung zeichnet sich ein klarer Trend zur Automatisierung ab – während Unternehmen sich auf die E-Rechnungspflicht vorbereiten.
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Zwei Marktstarts am selben Tag
Am 15. Juni brachte die Meridion AG mit KONORflow eine neue Workflow-Software auf den Markt. Die Plattform kombiniert CRM, Zeiterfassung und Prozesssteuerung mit einem KI-Assistenten. Modular aufgebaut, bietet sie in höheren Ausbaustufen auch E-Mail-Marketing und Buchhaltungsfunktionen.
Parallel dazu veröffentlichte Dataline Solutions das Update MultiPress 6.0 Sirius. Die Software für die Druckindustrie integriert einen KI-Assistenten zur Datenbankanalyse und setzt auf Cloud-Lösungen für Auftragsverfolgung und Rechnungsstellung.
Microsoft pusht Büro-Automatisierung
Seit heute ist Microsoft Copilot Cowork allgemein verfügbar. Die Lösung basiert auf den KI-Modellen GPT-5.5 und Opus 4.8 und automatisiert Aufgaben in Outlook, Teams und Word.
Marktbeobachtungen aus den Jahren 2025 und 2026 zeigen: Der KI-Einsatz in der Finanzbuchhaltung kann die wöchentliche Arbeitszeit um bis zu 20 Stunden reduzieren und die Betrugsrate deutlich senken.
Handwerk und Dienstleister digitalisieren
Auch im Handwerk nimmt der Einsatz digitaler Werkzeuge zu. Die synatos GmbH erweiterte Anfang Juni ihre Software um KI-Funktionen für automatische Angebotserstellung und Nachkalkulation.
Die Handwerkskammer Mannheim plant für Juli 2026 ein Web-Seminar zu digitalen Lösungen für Baustellendokumentation und Zeiterfassung. Ziel: papierlose Prozesse fördern.
Für die Gebäudereinigung stehen im Juni Lösungen wie fortytools, HERO Software oder Cleandesk365 im Wettbewerb. Sie bieten Funktionen vom Asset-Tracking bis zur mehrsprachigen Benutzeroberfläche. Freelancer setzen dagegen auf Tools wie Kimai, sevdesk oder Clockify – für effiziente Zeiterfassung und Rechnungsstellung aus einer Hand.
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E-Rechnungspflicht treibt Umstellung
Der größte Treiber für die Software-Umstellung ist die gesetzliche Neuerung im B2B-Bereich. Ab 2025 gilt in Deutschland die E-Rechnungspflicht, eine allgemeine Ausstellungspflicht wird voraussichtlich ab dem 1. Januar 2028 wirksam. Moderne Programme müssen daher zunehmend XML-basierte E-Rechnungsformate unterstützen.
Anbieter wie ZEP konzentrieren sich auf die vollständige Prozesskette inklusive Reisekostenabrechnung und DATEV-Anbindung. Experten raten Kleinunternehmern, bei der Softwarewahl auf die automatische Berücksichtigung der Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) und Sicherheitsstandards wie ISO 27001 zu achten.
Auch Fintechs wie Qonto oder Holvi reagieren: Sie integrieren Rechnungsfunktionen direkt ins Geschäftskonto.
