E-Auto-Prämie: Schneider sieht Geld auch 2027 gesichert
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 12:39 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFörderprogramm bleibt bis 2029 angelegt
- Umweltminister Carsten Schneider sieht auch 2027 ausreichende Mittel für die E-Auto-Förderung.
- Die Bundesregierung veranschlagt drei Milliarden Euro für rund 800.000 geförderte Fahrzeuge.
- Der Anteil chinesischer Fahrzeuge unter den geförderten Autos liegt je nach Bewertung zwischen 9 und 17 Prozent.
Fördergeld für Elektroautos reicht laut Schneider 2027
Trotz der starken Nachfrage nach der Kaufprämie für Elektro- und Hybridautos steht nach Angaben von Bundesumweltminister Carsten Schneider noch genug Geld auch für das kommende Jahr bereit. Wer die Fördervoraussetzungen erfüllt, müsse sich mit Blick auf 2027 keine Sorgen machen, dass die Mittel nicht ausreichen, sagte der SPD-Politiker der Zeitschrift „Auto Motor und Sport“.
Minister will bei Kürzungen rechtzeitig informieren
Schneider kündigte an, über den Zeitpunkt einer voraussichtlichen Ausschöpfung der verfügbaren Mittel frühzeitig zu informieren. Käufer sollen dadurch bereits bei ihrer Entscheidung einschätzen können, ob sie noch mit einer Förderung rechnen können.
Das Programm umfasst nach früheren Regierungsangaben insgesamt drei Milliarden Euro. Die Summe soll für schätzungsweise 800.000 geförderte Fahrzeuge reichen und ist grundsätzlich für den Zeitraum von 2026 bis 2029 vorgesehen.
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Europäische Kriterien sind geplant
Eine Einschränkung der Kaufprämie für Elektroautos aus chinesischer Produktion soll es zunächst nicht geben. „Kurzfristige Änderungen am Förderprogramm sind derzeit nicht vorgesehen“, sagte Schneider.
In der Koalition sei die Einführung europäischer Wertschöpfungskriterien vereinbart. Sobald die Bundesregierung dafür europarechtskonforme Regeln erarbeitet habe, sollen sie in das laufende Förderprogramm integriert werden. Einen Zeitpunkt nannte Schneider nicht.
Anteil chinesischer Fahrzeuge variiert
Schneider bezeichnete den wachsenden Absatz chinesischer Fahrzeuge als weltweiten Trend. Bei den geförderten Autos liege der Anteil derzeit zwischen 9 und 17 Prozent, je nachdem, ob Gemeinschaftsunternehmen als chinesisch eingestuft würden.
Die staatliche Kaufprämie soll den Absatz von Elektrofahrzeugen in Deutschland ankurbeln und zugleich Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen erreichen. Nach den Angaben aus der Meldung ist das Programm mit drei Milliarden Euro ausgestattet und auf rund 800.000 geförderte Fahrzeuge ausgelegt. Der Förderzeitraum reicht grundsätzlich von 2026 bis 2029.
Die Zusicherung für 2027 nimmt vorerst ein wesentliches Risiko für Kaufinteressierte: Wer die Voraussetzungen erfüllt, soll nicht allein wegen einer kurzfristigen Erschöpfung des Budgets leer ausgehen. Für die Planung bleiben jedoch die konkreten Förderbedingungen und der Zeitpunkt einer möglichen Antragstellung entscheidend. Schneider kündigte an, rechtzeitig über das erwartete Ende der Mittel zu informieren.
Europäische Wertschöpfung als offene Reform
Politisch offen bleibt, wie europäische Wertschöpfungskriterien künftig aussehen. Sie könnten die Förderung stärker an Produktion und Lieferketten in Europa binden und damit chinesische Hersteller mittelbar benachteiligen. Kurzfristige Änderungen sind laut Schneider zunächst nicht vorgesehen; eine spätere Integration europarechtskonformer Regeln in das laufende Programm ist geplant.
Die genannten 9 bis 17 Prozent bei geförderten Fahrzeugen zeigen zugleich, dass die Bewertung chinesischer Marken von der Einordnung von Gemeinschaftsunternehmen abhängt. Für Verbraucher kann die Debatte deshalb nicht nur den Förderanspruch, sondern künftig auch die Auswahl förderfähiger Modelle beeinflussen.

