E-Auto-Prämie, BYD

E-Auto-Prämie: BYD wächst um 235 Prozent, deutsche Hersteller verlieren

15.06.2026 - 21:24:36 | boerse-global.de

Hersteller wie Citroën, Mitsubishi und BYD verlängern Rabattaktionen. Experten kritisieren die neue staatliche Kaufprämie wegen Mitnahmeeffekten.

E-Auto Preiskampf: Rabatte verlängert und Förderdebatte neu entfacht
E-Auto-Prämie - Ein modernes BYD Elektroauto fährt an einem verschwommenen deutschen Autohersteller-Logo vorbei, das einen Marktwandel symbolisiert. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Mehrere Hersteller haben ihre Rabattaktionen verlängert – und die Debatte um die neue staatliche Kaufprämie kocht hoch.

Citroën verdoppelt den staatlichen Anteil der Förderung bis Ende September 2026. Für den ë-C3 Urban Range bedeutet das: Wer die maximale kombinierte Prämie von 12.000 Euro nutzt, zahlt effektiv rund 8.140 Euro. Der kleine Stromer mit 30-kWh-Akku kommt auf 200 Kilometer Reichweite nach WLTP. Immerhin 2.000 private Neuzulassungen konnte die Marke im Mai verbuchen.

Hersteller locken mit Tausenden Euro Nachlass

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Auch Mitsubishi zieht mit. Für den Outlander Plug-in Hybrid gibt es einen Aktionsrabatt von 10.000 Euro – ebenfalls bis Ende September. Staatliche Zuschüsse von bis zu 4.500 Euro kommen obendrauf. Der Einstiegspreis sinkt von knapp 50.000 auf rund 35.490 Euro.

BYD setzt noch einen drauf. Der chinesische Hersteller verlängert seine Bonus-Aktion bis zum 30. Juni. Möglich sind Nachlässe von bis zu 21.010 Euro. Der BYD Dolphin Surf ist dann ab 12.990 Euro zu haben.

Kritik an staatlicher Förderung

Die neue Kaufprämie – Volumen: drei bis dreieinhalb Milliarden Euro – sorgt für Zündstoff. Das CAR-Institut von Ferdinand Dudenhöffer warnt: Nach Einführung der Prämie seien die Preise gestiegen. Die Sorge: Mitnahmeeffekte statt echter Anreize. Zwischen 2016 und 2023 habe es bereits Preiserhöhungen und Subventionsmissbrauch gegeben. Geschätzter Schaden durch Re-Exporte: 380 Millionen Euro.

Burkhard Weller, Präsident des Verbandes der Automobil-Dienstleister (VAD), sieht ein weiteres Problem: Die Prämie helfe vor allem ausländischen Herstellern. Chinesische Marken dominieren die nachgefragte Preisklasse zwischen 20.000 und 30.000 Euro. Deutsche Modelle? Fehlanzeige. In Wellers Unternehmensgruppe habe sich der Absatz chinesischer Fahrzeuge im Mai verdoppelt – BYD legte um 235 Prozent zu. Seine Prognose: Die Prämie verpufft für den nachhaltigen Umstieg auf heimische E-Mobilität.

E-Autos bleiben im Gesamtkostenvergleich günstig

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Trotz der Diskussion um die Preise: Der ADAC hat nachgerechnet. Bei 64 Prozent der untersuchten Modelle liegen die Gesamtkosten unter denen vergleichbarer Verbrenner. Basis: 35 Cent pro Kilowattstunde Strom, 1,92 Euro Benzin, 15.000 Kilometer Jahresfahrleistung.

Zusätzlich lockt die THG-Prämie für reine E-Autos. Für 2026 sind bis zu 380 Euro pro Fahrzeug drin. Plug-in-Hybride gehen leer aus.

Wer jetzt zuschlägt, bekommt ordentliche Rabatte. Der Skoda Elroq ist mit bis zu 22,10 Prozent Nachlass zu haben – Basisvariante ab rund 30.545 Euro. Finanzierungen gibt es zu 4,99 Prozent effektivem Jahreszins.

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