DSGVO-Compliance, ISO-27001-Plattform

DSGVO-Compliance: ISO-27001-Plattform für Background Screening in 200 Ländern

Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 23:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Validato präsentiert eine ISO-27001-zertifizierte Screening-Plattform für Personal und Dienstleister. Die Lösung erfüllt NIS2- und CER-Anforderungen und speichert Daten auf Schweizer Servern.

Validato: DSGVO-konforme Background-Checks für Unternehmen in 200 Ländern
Ein moderner, aufgeräumter Büroarbeitsplatz mit einem Laptop in einer professionellen, hellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Schweizer Unternehmen Validato stellt eine spezialisierte Plattform für das DSGVO-konforme Background Screening bereit, die Unternehmen bei der Überprüfung der Zuverlässigkeit von Personal und externen Auftragnehmern unterstützen soll. Die Lösung ist nach ISO 27001 zertifiziert und ermöglicht Hintergrundüberprüfungen in über 200 Ländern. Damit adressiert der Anbieter die steigenden Compliance-Anforderungen, die sich insbesondere aus europäischen Richtlinien für regulierte Branchen ergeben.

Fokus auf NIS2 und neue Branchenstandards

Hintergrund der Initiative sind verschärfte gesetzliche Rahmenbedingungen wie die NIS2-Richtlinie und der Critical Entities Resilience Act (CER), die von Unternehmen in kritischen Sektoren strengere Prüfprozesse für die Lieferkettensicherheit und die Integrität von Dienstleistern fordern. Neben diesen regulatorischen Vorgaben deckt die Plattform laut Angaben des Unternehmens auch Anforderungen der Informationssicherheitsstandards ISO 27001 und TISAX ab, wobei letzterer besonders in der Automobilindustrie von Bedeutung ist.

Ein wesentlicher Aspekt der Plattform ist die Integration der Anforderungen der DIN SPEC 14027, die im März dieses Jahres veröffentlicht wurde. Diese Spezifikation definiert Standards für die Durchführung von Zuverlässigkeitsüberprüfungen. Validato habe diese Prozesse in sein digitales Portfolio aufgenommen, um eine einheitliche und rechtssichere Grundlage für das Pre-Employment Screening sowie die laufende Überprüfung von Vertragspartnern zu schaffen.

Datensicherheit und Schweizer Serverstandort

Im Bereich des Datenschutzes setzt das Unternehmen auf eine strikte Trennung und zeitnahe Löschung sensibler Informationen. Sämtliche erhobenen Daten werden auf Servern in der Schweiz gespeichert, was den hohen Anforderungen an den Datenschutz in Europa und der Schweiz Rechnung tragen soll. Ein zentrales Sicherheitsmerkmal ist die automatische Datenlöschung: Alle im Rahmen des Screenings gesammelten Informationen werden nach spätestens 120 Tagen unwiderruflich aus dem System entfernt.

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Die Zielgruppe der Plattform umfasst neben öffentlichen Auftraggebern vor allem Unternehmen aus hochregulierten Branchen. Dazu zählen unter anderem der Finanzsektor, die IT-Wirtschaft, die Energiewirtschaft sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS). Diese Organisationen stehen oft vor der Herausforderung, auch bei internationalen Geschäftsbeziehungen die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sicherzustellen.

Umfangreiche Analysemodule und flexible Kostenstruktur

Für die Durchführung der Prüfungen stehen über 18 verschiedene Screening-Module zur Verfügung. Das Spektrum reicht von der klassischen Vorbeschäftigungsprüfung über Open Source Intelligence (OSINT) bis hin zu globalen Medienanalysen. Trotz der weitgehenden Digitalisierung der Prozesse betont der Anbieter die Bedeutung der menschlichen Komponente: Jede Analyse werde durch Experten validiert, um die Qualität und Belastbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten. Dies sei insbesondere bei der Bewertung komplexer internationaler Sachverhalte oder der Identifikation von Risiken in der Lieferkette essenziell.

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Beim Geschäftsmodell verzichtet der Anbieter auf marktübliche Einstiegshürden. Es werden weder Set-up-Gebühren noch laufende Jahresgebühren erhoben. Zudem gebe es keine Mindestanzahl an Durchführungen, was die Plattform auch für kleinere Unternehmen oder unregelmäßige Prüfungsbedrefe zugänglich mache. Durch diesen Ansatz sollen Unternehmen in die Lage versetzt werden, ihre Compliance-Prozesse ohne hohe Fixkosteninvestitionen an die aktuelle Bedrohungslage und die geltenden gesetzlichen Standards anzupassen.

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