Druckersicherheit, KMU

Druckersicherheit: 62% der KMU unterschätzen kritische Risiken

29.05.2026 - 07:40:22 | boerse-global.de

Eine HP-Studie zeigt erhebliche Sicherheitslücken bei Druckern in deutschen KMU. Intelligente Lösungen können die Lage verbessern.

Druckersicherheit: 62% der KMU unterschätzen kritische Risiken - Foto: über boerse-global.de
Druckersicherheit: 62% der KMU unterschätzen kritische Risiken - Foto: über boerse-global.de

62 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland unterschätzen die Sicherheitsrisiken ihrer Druckerinfrastruktur.

Eine aktuelle Studie des HP Workflow Wakeup Reports vom August 2025 offenbart alarmierende Defizite. Befragt wurden 200 IT-Entscheider und 600 Büroangestellte in Deutschland. Das Ergebnis: Obwohl 58 Prozent der Befragten Bedenken wegen möglicher Datenschutzverletzungen bei Dokumentenprozessen äußern, bleibt die Druckersicherheit für die meisten ein Randthema.

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Gefährliche Naivität im Büroalltag

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (52 Prozent) hat keinen vollständigen Überblick über ihre Druckaktivitäten. Noch beunruhigender: 68 Prozent der Büroangestellten glauben fälschlicherweise, dass Drucker von Haus aus sicher seien. Die Realität sieht anders aus.

Doch es gibt auch positive Nachrichten. 85 Prozent der KMU, die auf intelligente Drucklösungen setzten, konnten ihre Sicherheitslage tatsächlich verbessern. Hardwarebasierte Schutzsysteme wie HP Wolf Security gelten zunehmend als unverzichtbar, um diese Risiken in den Griff zu bekommen.

Der Trend zu Tintentank und Laserdruckern

Beobachtungen vom Mai 2026 zeigen einen klaren Trend weg von herkömmlichen Tintenstrahldruckern mit kleinen Patronen. Für den professionellen Einsatz dominieren drei Kategorien: Laserdrucker, Tintentank-Systeme und Multifunktionsgeräte.

Laserdrucker punkten weiterhin mit niedrigen Kosten pro Seite. Tintentank-Systeme wie der Canon MAXIFY GX7050 MegaTank oder die Epson EcoTank-Serie gewinnen an Beliebtheit – vor allem wegen ihrer hohen Reichweite. Der Canon GX7050 schafft bis zu 14.000 Seiten mit einer Farbtintenflasche, bei Schwarz sind es 6.000 Seiten.

Für Einsteiger bleiben die Preise attraktiv: Modelle wie der Epson XP-3200 oder die Canon Pixma-Serie sind für unter 100 Euro zu haben. Wer im professionellen Hochvolumenbereich arbeitet, greift zu robusteren Lösungen wie dem Ricoh IM C3000A Farblaser mit A3-Druck und integriertem Smart-Bedienfeld.

Technische Anforderungen an moderne Multifunktionsgeräte

Zeitgemäße Multifunktionsgeräte müssen als zentrale Dokumenten-Hubs fungieren. Die Standardanforderungen 2026 umfassen:

  • Konnektivität: WLAN (2,4 und 5 GHz), LAN, USB und zunehmend NFC für sicheres mobiles Drucken
  • Geschwindigkeit: Professionelle Tintenstrahlmodelle wie der Epson WorkForce WF-4820DWF erreichen 25 Seiten pro Minute in Schwarz-Weiß, Lasersysteme kommen auf 30 Seiten oder mehr
  • Medienhandling: Automatische Dokumentenzuführer (ADF) mit 35 bis 50 Blatt und große Papierfächer (bis zu 600 Blatt) reduzieren manuelle Eingriffe

Die laufenden Kosten variieren stark. Der Epson WorkForce WF-4820DWF etwa druckt Textseiten für 1,8 Cent pro Seite. Bei Grafiken und Fotos steigen die Kosten auf 27 bis 30 Cent.

Innovationen jenseits des Druckers

Die Druckindustrie entwickelt sich auch in anderen Bereichen weiter. Im ersten Halbjahr 2026 stellte die Hubergroup eine neue Harztechnologie für konventionelle Offsetdruckfarben vor. Sie soll den Druckprozess stabilisieren und „Misting“ reduzieren – ein Zeichen für den Fokus auf Prozessstabilität und Umweltaspekte.

Auch das Bürodesign passt sich an. Auf der Clerkenwell Design Week im Mai 2026 präsentierte der Hersteller Knoll mit „Konzert“ ein System für Privatbüros, das Stauraum und Tische integriert. Der Bedarf an durchdachten Arbeitsplätzen für digitale und physische Dokumenteninfrastruktur wächst.

Für extreme Umgebungen wie Industrie oder Militär gibt es spezielle Edge-Systeme wie den HPE ProLiant EL2000, der Rechenleistung bei Temperaturen bis minus 40 Grad Celsius liefert – damit Dokumenten- und Datenverarbeitung auch unter härtesten Bedingungen möglich bleibt.

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