Drohnenabwehr: Düsseldorf und Köln/ Bonn nehmen Erkennungssysteme in Betrieb
Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 23:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
An den beiden nordrhein-westfälischen Verkehrsflughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn ist eine neue Technologie zur Erkennung unbemannter Flugobjekte in Betrieb genommen worden. Das bestätigte ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung auf Anfrage.
Die Inbetriebnahme erfolgte am Freitag, den 25. September 2026. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums war die Detektionstechnik an beiden Standorten allerdings bereits seit dem 17. September 2026 im Einsatz.
Schutz für An- und Abflugbereiche
Das primäre Ziel der neuen Systeme besteht darin, Drohnen im An- und Abflugbereich der Flughäfen frühzeitig zu erfassen. Ausschlaggebend für die Einführung ist ein verzeichneter Anstieg von Drohnensichtungen im Nahbereich deutscher Flughäfen in den vergangenen Jahren, der in Einzelfällen bereits zu Unterbrechungen des regulären Flugbetriebs führte.
Konkrete Angaben zur genauen Funktionsweise der Technik machten die Verantwortlichen aus Sicherheitsgründen nicht. Fest steht jedoch, dass die Installationen an den beiden Standorten erst der Anfang eines bundesweiten Ausbaus sind: Im Laufe des Jahres sollen schrittweise weitere internationale Verkehrsflughäfen mit der Detektionstechnik ausgestattet werden.
Auch am Flughafen Berlin-Brandenburg wurde die Drohnen-Detektion in Betrieb genommen. Die Deutsche Flugsicherung aktivierte dort an einem Mittwoch ein entsprechendes System, das nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums der rechtzeitigen Entdeckung von Flugkörpern im Start- und Landebereich sowie der Weitergabe relevanter Informationen an die zuständigen Stellen dient.
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Verschärfte Sicherheitslage nach Vorfällen
Die Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund einer angespannten Sicherheitslage an deutschen Luftfahrtknotenpunkten. Vor knapp zwei Monaten war am Flughafen Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff präparierte Drohne entdeckt worden. Diese war offenbar gezielt gegen ukrainische Frachtmaschinen gerichtet; die Bundesregierung machte Russland für diesen Vorfall verantwortlich.
Seit diesem Ereignis ermitteln der Generalbundesanwalt und das Bundeskriminalamt. In der Folge wurden zudem die Einreisekontrollen für russische Staatsbürger verschärft und das russische Generalkonsulat in Bonn geschlossen.
Digitale Optimierung bei Sicherheitsdienstleistern
Parallel zur technischen Luftraumüberwachung setzen Sicherheitsdienstleister auf moderne Steuerungssoftware, um den gestiegenen operativen Anforderungen am Boden zu begegnen.
Der internationale Sicherheitsanbieter I-SEC implementierte gemeinsam mit dem Partner Syntro einen Schichtplaner auf Basis des Gurobi-Solvers. Das System errechnet Dienstpläne aus Nachfragemustern, gesetzlichen Vorgaben sowie kalkulierten Pausen, Gehzeiten und Übergängen zwischen einzelnen Kontrollpunkten.
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Durch die Reduzierung von Leerlaufzeiten gelang es I-SEC nach eigenen Angaben, die gesamten Personalkosten über einen Zeitraum von fünf Jahren um 4 bis 5 Prozent zu senken. Rawin Jharap, Geschäftsführer von I-SEC Benelux, erklärte, dass die Planung dadurch effizienter ablaufe und die Arbeitsbelastung des planenden Personals gesunken sei.
Ergänzend dazu testet der Partner Syntro derzeit einen Dienstplan-Generator zur automatisierten Erstellung individueller Mitarbeiterpläne. Gurobi-Geschäftsführer Duke Perrucci betonte in diesem Zusammenhang, dass mathematische Optimierungsverfahren für derartige Prozesse weiterhin unverzichtbar blieben.
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