dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 26.10.2026 - 17.00 Uhr
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 17:06 Uhr | dpa, AD HOC NEWSROUNDUP: Ifo-Geschäftsklima steigt trotz hoher Energiepreise weiter
MÜNCHEN - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich trotz gestiegener Energiepreise erneut verbessert und deutet auf eine weitere konjunkturelle Belebung hin. Im Oktober stieg das Ifo-Geschäftsklima um 0,3 Punkte auf 90,2 Punkte, wie das Münchner Forschungsinstitut am Montag mitteilte. Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer hellte sich damit den sechsten Monat in Folge auf; es erreichte den höchsten Stand seit dem Frühjahr 2023. Dank eines starken Auftragspolsters rechnen Ökonomen mit einer Fortsetzung der Konjunkturerholung in Deutschland.
Frankreich: Kreditrating durch Moody's bleibt unverändert - Anleihen steigen
NEW YORK/PARIS - Frankreich ist einer Herabstufung des Kreditratings durch die Agentur Moody's überraschend entgangen. Die Bewertung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone bleibe weiter auf "Aa3", wie aus einer Mitteilung vom späten Freitagabend hervorgeht. Am Markt war wegen der angespannten Haushaltslage und der jüngsten gewaltsamen Proteste gegen eine geplante Sparpolitik damit gerechnet worden, dass Moody's den beiden anderen wichtigen Ratingagenturen S&P und Fitch folgt und die Kreditbewertung ebenfalls senkt.
ROUNDUP: 3 Lula gewinnt Wahl in Brasilien - Bolsonaro protestiert
BRASÍLIA - Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat nach einem Rückstand in der ersten Runde und einer überraschenden Aufholjagd die Stichwahl in Brasilien gewonnen - sein rechter Herausforderer Flávio Bolsonaro will das Ergebnis jedoch nicht anerkennen. Wegen einer kurzfristig um zwei Stunden verlängerten Öffnungszeit der Wahllokale werde er juristische Schritte einlegen, kündigte der Sohn des unter Hausarrest stehenden Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro an. Das Oberste Wahlgericht erklärte den 80-jährigen Linkspolitiker Lula zuvor mit 51,8 zu 48,2 Prozent der Stimmen zum Wahlsieger.
Europäischer Gaspreis weiter im Höhenflug - knapp unter 100 Euro
AMSTERDAM - Der europäische Preis für Erdgas hat am Montag den Höhenflug der vergangenen Wochen bis knapp unter 100 Euro je Megawattstunde (MWh) fortgesetzt. Der richtungweisende Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat legte an der Börse in Amsterdam bis auf 97,64 Euro je MWh zu. Das sind fast drei Prozent mehr als am Freitag und der höchste Preis seit Ende 2022.
Frankreich hält wegen Protesten an Ausgangssperren fest
PARIS - Frankreich hält angesichts weiterer angekündigter Proteste und Demonstrationen an Ausgangssperren und Beschränkungen für Kundgebungen fest. "Ganz ehrlich gesagt wird sich die Lage in den kommenden Tagen nicht wirklich von dem unterscheiden, was wir bisher gesehen haben", sagte Innenminister Laurent Nuñez dem Sender BFMTV. Über die Ausgangssperren in etwas mehr als einem Dutzend Städte würden die Präfekten in Abstimmung mit den Bürgermeistern entscheiden.
Tschechien will Landeswährung Krone in Verfassung verankern
PRAG - Die rechtspopulistische Regierung in Tschechien will die Krone als Landeswährung in der Verfassung verankern. Das Kabinett in Prag billigte einen entsprechenden Gesetzentwurf. Für die Änderung müssten mindestens 120 der 200 Vertreter im Abgeordnetenhaus und drei Fünftel der anwesenden Senatoren im Oberhaus des Parlaments stimmen. Nötig wären zahlreiche Stimmen der Opposition. Beobachter halten das für unwahrscheinlich, aber nicht für ausgeschlossen.
Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
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