DocuSign meldet 9-Prozent-Wachstum: KI-Plattform treibt Umsatz
06.06.2026 - 03:48:36 | boerse-global.de
Softwareanbieter und Pharmakonzerne investieren massiv in automatisierte Lösungen für Vertragsmanagement und Datenaufbereitung.
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Klosterfrau setzt auf intelligentes Vertragsmanagement
Die Klosterfrau Healthcare Group hat ein konzernweites System für Vertragsmanagement eingeführt. Das Projekt „iCO – Intelligent Contracting“ wurde in sechs Monaten umgesetzt. Die Lösung der HMP Solutions GmbH steuert nun Vertragsvorlagen, Fristen und Risikomanagement zentral. Ziel war die Digitalisierung des gesamten Vertragslebenszyklus und die Verbesserung der bereichsübergreifenden Kommunikation.
Auch DocuSign profitiert vom Trend. Der US-Anbieter meldete am 4. Juni einen Umsatzanstieg von neun Prozent auf 830,2 Millionen US-Dollar. Treiber ist die KI-gestützte Plattform „Intelligent Agreement Management“. Trotz angehobener Prognosen reagierte der Aktienmarkt zurückhaltend.
Große Digitalisierungskluft in der Industrie
Nicht alle Unternehmen halten Schritt. Eine Studie von Instinctif Partners vom 5. Juni zeigt deutliche Unterschiede: Die Bayer AG und die Merck KGaA gelten als Vorreiter in der Chemie- und Pharmabranche. Auch BASF und Linde erhielten vier Sterne.
Am anderen Ende der Skala stehen die Celesio AG und AbbVie Deutschland – sie gingen leer aus. Dabei ist der wirtschaftliche Druck enorm: Die Pharmaindustrie trägt jährlich rund 55 Milliarden Euro zur deutschen Wirtschaftsleistung bei. Etwa 20 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung.
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Strategische Partnerschaften für Cloud und Daten
Um die technologischen Anforderungen zu stemmen, schmieden Unternehmen Allianzen. Hyland und Microsoft gaben am 5. Juni eine Kooperation bekannt. Die Content-Lösungen von Hyland werden auf Azure integriert – mit Fokus auf KI-gestützte Workflows und Compliance.
Syensqo startete ein mehrjähriges Transformationsprojekt zur SAP-S/4HANA-Migration. Unterstützt wird der Chemiekonzern von Syniti und Capgemini. Letzterer erwirtschaftete 2025 einen weltweiten Umsatz von 22,5 Milliarden Euro.
Kliniken vernetzen sich
Auch im Gesundheitswesen schreitet die Digitalisierung voran. Am 1. Juni fusionierten das Klinikum Darmstadt und das AGAPLESION Elisabethenstift zu den „Südhessen Kliniken“. Ab 2027 sind bauliche Maßnahmen und ein gemeinsamer Marktauftritt geplant.
Gleichzeitig gewinnen spezialisierte IT-Lösungen an Bedeutung. Systeme auf Basis des FHIR-Standards führen Informationen aus verschiedenen Abteilungen und Medizingeräten in Echtzeit zusammen. Sie sollen klinische Entscheidungen unterstützen und die Effizienz der Versorgung steigern – etwa in der Endoprothetik durch digitale Patientenbegleitung.
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