dm-Streik in Weilerswist: 100 von 1800 Beschäftigten legen Arbeit nieder
Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 03:48 Uhr | Redaktion boerse-global.deRund 100 Beschäftigte haben am 29. Oktober im dm-Verteilzentrum Weilerswist die Arbeit niedergelegt. Der Logistikstandort im Kreis Euskirchen ist für die Versorgung zahlreicher Filialen des Drogeriekonzerns zuständig, unter anderem in den Regionen Aachen, Düren und Euskirchen. Zu dem Arbeitskampf hatte die Gewerkschaft ver.di aufgerufen.
Nach Angaben des Betriebsrats beteiligten sich rund 100 der insgesamt 1800 Beschäftigten an der Maßnahme, die am 29. Oktober um 13:30 Uhr begann. Für den Vormittag des 30. Oktober war zudem eine Streikversammlung vor den Toren des Verteilzentrums angesetzt.
Forderung nach Tarifbindung und Entlastung
Hintergrund des Arbeitskampfes sind grundlegende Differenzen über die Arbeitsbedingungen und die tarifliche Absicherung. Die Gewerkschaft ver.di und die beteiligten dm-Beschäftigten fordern einen Anerkennungstarifvertrag, verbindliche Regeln sowie mehr Mitspracherechte im Betrieb. Zudem beklagt der Betriebsrat am Standort Weilerswist einen Stellenabbau sowie einen kontinuierlich steigenden Arbeitsdruck auf die verbliebene Belegschaft.
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Die Unternehmensleitung von dm lehnt den Abschluss eines solchen Tarifvertrags ab. Der dm-Standortverantwortliche Michael Jansen verwies darauf, dass die Löhne im Betrieb mindestens auf dem Niveau des Tarifvertrags lägen und meist übertariflich gezahlt würden. Zudem gewähre das Unternehmen ein höheres Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
Keine Auswirkungen auf die Marktbelieferung
Trotz der Arbeitsniederlegung läuft die Logistik weiter. Nach Angaben des Betriebsrats wird die Ware weiterhin aus dem Verteilzentrum ausgeliefert. Standortverantwortlicher Michael Jansen betonte, dass der Streik keine Auswirkungen auf die Belieferung der dm-Märkte habe.
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Berichte über Regallücken, wie sie etwa in einer Filiale in der Aachener Franzstraße festgestellt wurden, stünden in keinem Zusammenhang mit dem Arbeitskampf. Da die nach dem Streikbeginn kommissionierten Waren erst im Laufe des 30. Oktober an die Märkte ausgeliefert worden seien, seien die beobachteten Engpässe nicht auf den Streik zurückzuführen.
Nachdem am 29. Oktober bereits ein Gespräch zwischen Vertretern des Unternehmens und Beschäftigten stattgefunden hatte, zeichnete sich ein baldiges Ende der Aktion ab. Während ver.di bei Streikbeginn zunächst ein Ende für den Samstagnachmittag angekündigt hatte, wurde nach den Gesprächen mit einem Abschluss des Ausstands am Morgen des 31. Oktober gerechnet.
