Dieselpreis, E10

Dieselpreis steigt auf 2,289 Euro – E10 wird günstiger

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 12:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Diesel kostet im bundesweiten Tagesdurchschnitt wieder mehr als 2,28 Euro je Liter. E10 wurde günstiger, wodurch sich der Abstand zwischen beiden Kraftstoffen erneut deutlich vergrößerte.

Dieselpreis steigt im Wochenvergleich

  • Diesel kostete am Dienstag bundesweit durchschnittlich 2,289 Euro je Liter.
  • Der Preis für Superbenzin E10 sank binnen einer Woche um 2,6 Cent.
  • Die Preislücke überschritt erneut 20 Cent und erreichte das Niveau von Mitte April.
Ob tanken zuletzt billiger oder teurer geworden ist, kommt auf den Kraftstoff an. (Archivbild) - Bild: Sina Schuldt/dpa

Diesel kostet deutlich mehr als E10

Dieselfahrer müssen wieder tiefer in die Tasche greifen: Binnen einer Woche verteuerte sich der Kraftstoff um 3,4 Cent. E10 wurde dagegen um 2,6 Cent günstiger.

Dieselpreis steigt auf 2,289 Euro

Nach Zahlen des ADAC kostete ein Liter Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Dienstags 2,289 Euro. Superbenzin der Sorte E10 war mit 2,084 Euro je Liter deutlich günstiger.

Abstand wächst über 20 Cent

Damit überschritt die Differenz zwischen den beiden Kraftstoffen erneut die Marke von 20 Cent. Zuletzt war der Abstand Mitte April ähnlich groß.

Aktuelle Zahlen des Spritpreisportals Tankerkönig vom Mittwochvormittag deuteten darauf hin, dass E10 weiter günstiger wurde. Der Dieselpreis blieb demnach ungefähr stabil, wodurch die Lücke noch größer wurde.

Heizsaison kann Diesel verteuern

Dass Diesel teurer ist als Benzin, gilt als ungewöhnlich, weil die Steuern auf Diesel niedriger sind. Der Dieselpreis reagiert allerdings krisenanfälliger als der Benzinpreis.

Hinzu kommen könnte der Beginn der Heizsaison. Diesel und Heizöl sind sich in ihrer Zusammensetzung vergleichsweise ähnlich, weshalb Diesel in dieser Jahreszeit gemessen an der Benzinpreisentwicklung häufig etwas teurer ist.

Die Preisbewegung vergrößert den Abstand zwischen Diesel und E10 deutlich. Für Autofahrer zählt dabei nicht nur der Literpreis, sondern auch der Verbrauch: Dieselmodelle benötigen pro Strecke häufig weniger Kraftstoff, sodass der reine Preisabstand die tatsächlichen Fahrtkosten nicht vollständig abbildet.

Dass Diesel zeitweise mehr kostet als Benzin, hängt mit mehreren Faktoren zusammen. Neben Rohöl- und Produktpreisen wirken sich saisonale Nachfrage, Raffineriekapazitäten, Importstrukturen und regionale Unterschiede aus. Weil Diesel und Heizöl ähnliche Grundprodukte sind, kann die Nachfrage nach Heizöl in der kalten Jahreszeit den Dieselmarkt zusätzlich beeinflussen.

Auswirkungen für Autofahrer

Die Entwicklung trifft vor allem Pendler, Speditionen und andere Nutzer mit hohem Dieselverbrauch. Gleichzeitig bleibt der Preisabstand zwischen einzelnen Tankstellen beträchtlich, weil Mineralölkonzerne und freie Anbieter ihre Preise unterschiedlich anpassen. Ein Preisvergleich vor dem Tanken kann deshalb die Mehrkosten begrenzen.

Die Meldung zeigt zudem, dass steuerliche Vorteile nicht automatisch zu einem niedrigeren Endkundenpreis führen. Der Dieselpreis wird neben der Energiesteuer maßgeblich von den internationalen Beschaffungskosten und der aktuellen Marktnachfrage bestimmt.

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