Klingbeil, Erwarten

Klingbeil: Erwarten, dass Unicredit Übernahmeversuch aufgibt

10.07.2025 - 13:18:39 | dpa.de

Die Unicredit lässt in Sachen Commerzbank-Übernahme nicht locker. Gerade sind die Italiener zum größten Anteilseigner des Dax-Konzerns aufgestiegen. Die Bundesregierung hat dazu eine klare Meinung.

  • Die Commerzbank wehrt sich seit Monaten gegen Übernahmeambitionen der Unicredit. (Archivbild) - Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
    Die Commerzbank wehrt sich seit Monaten gegen Übernahmeambitionen der Unicredit. (Archivbild) - Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
  • Hat es auf die Commerzbank abgesehen: Unicredit-Chef Andrea Orcel. (Archivbild) - Foto: Roberto Monaldo/LaPresse via ZUMA Press/dpa
    Hat es auf die Commerzbank abgesehen: Unicredit-Chef Andrea Orcel. (Archivbild) - Foto: Roberto Monaldo/LaPresse via ZUMA Press/dpa
  • Bundesregierung: «Erwarten ,dass Unicredit den Übernahmeversuch aufgibt.» (Archivbild) - Foto: Boris Roessler/dpa
    Bundesregierung: «Erwarten ,dass Unicredit den Übernahmeversuch aufgibt.» (Archivbild) - Foto: Boris Roessler/dpa
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Die Bundesregierung fordert von Unicredit-Chef Andrea Orcel ein Ende seines Versuchs einer Commerzbank-Übernahme. «Wir erwarten, dass Unicredit den Übernahmeversuch aufgibt. Wir setzen weiter auf eine eigenständige Commerzbank», sagte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. «Die Commerzbank ist eine systemrelevante Bank in Deutschland. Sie hat bewiesen, dass sie auch eigenständig erfolgreich sein kann.»

Die Unicredit war im Herbst in großem Stil bei Deutschlands zweitgrößter Privatbank eingestiegen und hatte am Dienstagabend mitgeteilt, dass sie ihre direkte Aktienbeteiligung an der Commerzbank und damit ihre Stimmrechte von knapp unter 10 Prozent auf rund 20 Prozent verdoppelt hat. Damit ist die italienische Großbank nun der größte Anteilseigner des Frankfurter Dax-Konzerns - vor dem Bund, der noch gut 12 Prozent der Anteile hält.

«Unfreundliches Vorgehen»

Die Position der Bundesregierung bleibe klar, betonte Klingbeil: «Wir lehnen das unabgestimmte und unfreundliche Vorgehen der Unicredit ab. Das hat die Bundesregierung auch gegenüber der Unicredit sehr deutlich gemacht. Der Bund wird seine Beteiligung nicht veräußern.»

Bislang hat sich Unicredit-Chef Andrea Orcel vom Widerstand aus Berlin und Frankfurt unbeeindruckt gezeigt. Im Gegenteil: Die Unicredit kündigte an, auch die weiteren rund 9 Prozent an der Commerzbank, auf die sie über Finanzinstrumente Zugriff hat, «zu gegebener Zeit» in Aktien umzuwandeln.

Ab einem Aktienanteil von 30 Prozent wäre die Unicredit gesetzlich verpflichtet, den übrigen Commerzbank-Aktionären ein offizielles Übernahmeangebot zu machen. Die Unicredit, die im deutschen Markt mit der Hypovereinsbank (HVB) bereits ein Standbein hat, sieht in einem Zusammenschluss Chancen im Geschäft mit Privat- und Mittelstandskunden. Hierzulande sind die Sorgen groß, dass eine Fusion Stellenabbau und Filialschließungen bedeuten würde.

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