Deutschland, Automobilindustrie

Diesel auch im Tagesschnitt über 2 Euro

05.03.2026 - 08:08:40 | dpa.de

Die Spritpreise steigen immer weiter. Sowohl Diesel als auch Benzin haben sich am Mittwoch weiter verteuert. Im Vergleich zum Freitag vergangener Woche ist der Anstieg enorm.

Der Iran-Krieg macht den Griff zur Zapfpistole immer teurer.  - Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Der Iran-Krieg macht den Griff zur Zapfpistole immer teurer. - Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Die Spritpreise steigen immer weiter: Diesel kostete im bundesweiten Tagesschnitt des Mittwochs 2,005 Euro pro Liter, wie der ADAC mitteilte. Das waren 8,8 Cent mehr als am Dienstag und 25,9 Cent mehr als am Freitag vor Ausbruch des Iran-Krieges. Super E10 verteuerte sich zum Dienstag um 3,8 Cent pro Liter auf 1,935 Euro, im Vergleich zum Freitag um 15,7 Cent. 

Diesel hatte die Marke von 2 Euro am Mittwoch bereits in der morgendlichen Preisspitze vorübergehend überschritten, anders als an normalen Tagen gab es danach aber keinen starken Preisrückgang im Tagesverlauf. 

Dass Diesel zurzeit teurer als Benzin ist, liegt laut Experten daran, dass sein Preis typischerweise krisenanfälliger ist - auch weil er unter anderem als Ersatz für Gas verwendet wird und für die Industrie eine größere Rolle spielt.

Diskussion um Tankrabatt

Dass E10 oder Diesel im Tagesdurchschnitt mehr als zwei Euro kosteten, war zuletzt 2022 der Fall. Die steigenden Spritpreise sorgen inzwischen auch für eine Diskussion um eine mögliche Spritpreisbremse. 2022 hatte der Staat die Steuern auf Diesel und Benzin von Juni bis August deutlich gesenkt, um die Autofahrer angesichts der hohen Preise zu entlasten. Damals hatte es teilweise deutliche Kritik gegeben, dass die Erleichterung die Verbraucher nur teilweise erreicht habe. 

Zudem hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) eine Überprüfung der Preise angekündigt: «Wir werden prüfen, dass nicht eine Situation ausgenutzt wird, die sich an den Märkten abbildet, aber nicht in dieser Höhe», sagte Reiche im Podcast von «Table.Briefings». Darüber sei sie mit dem Bundeskartellamt im intensiven Austausch. 

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil drohte Mineralölkonzernen zudem mit Konsequenzen, sollten sie versuchen, aus dem Iran-Krieg und der aktuellen Lage Kapital zu schlagen. «Also es darf da jetzt keine Abzocke geben und da muss Politik natürlich auch handeln und muss da klar und konsequent vorgehen», sagte der SPD-Chef in der Sendung «ZDF spezial». 

Hintergrund der hohen Preise ist der Iran-Krieg und die Sperrung der Straße von Hormus vor der Küste des Landes. Sie spielt für Öl- und Gaslieferungen eine wichtige Rolle. Seit der Eskalation am Samstag sind auch Rohöl und Gas deutlich teurer geworden.

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