Mietobergrenze in Berlin wird nicht funktionieren

04.02.2020 - 07:42:11 | ad-hoc-news.de

Die Spitzenkandidatin der Grünen bei der anstehenden Bürgerschaftswahl in Hamburg, Katharina Fegebank, kritisiert den Mietendeckel in Berlin.

Dächer von Berlin-Kreuzberg - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Dächer von Berlin-Kreuzberg - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Wir müssen zielgerichtet bezahlbaren Wohnraum in den Großstädten schaffen. Dies ist eine vordringliche Aufgabe der Kommunalpolitik. Dazu müssen wir den Anstieg der Mietpreise in den Griff bekommen. Darin stimmen wir mit der Koalition in Berlin überein. Aber der Berliner Mietendeckel ist der falsche Weg, so die Grünen-Spitzenkandidatin. Unser Vorschlag sieht eine Beschränkung des Anstiegs der Mietpreise bei Sanierung und Neuvermietung vor. Damit durchbrechen wir den Automatismus, dass bei jedem Mieterwechsel ein Maximum an Mieterhöhung durchgesetzt wird. Außerdem setzen wir auf eine Stärkung des sozialen Wohnungsbaus, betonte Fegebank gegenüber dem „Handelsblatt“. Von der Initiative ihrer Parteifreunde im Berliner Senat zur Einführung einer generellen Mietobergrenze hält die Grünen-Politikerin wenig. Der Mietdeckel wird nicht dazu führen, dass neue Wohnungen entstehen, im Gegenteil, so Fegebank. Die derzeitige Wissenschaftssenatorin tritt am 23.Februar bei den Bürgerschaftswahlen in Hamburg als Gegenkandidatin zum derzeitigen Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) an. Ihr Ziel ist die Etablierung von Hamburg als einer Wissensmetropole. In Hamburg gibt es so etwas wie eine hanseatische Selbstzufriedenheit, die konservativ ausgerichtet ist, und einem raschen Wandel entgegensteht. Wir müssen mehr Dynamik entwickeln und Hamburg in absehbarer Zeit von einer traditionellen Handels- und Hafenstadt, in eine moderne ökologische und soziale Metropole umwandeln. Diese notwendige Entwicklung können wir nur in enger Kooperation mit dem wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Potential der Hansestadt schultern, ist sich die Bürgermeisterkandidatin sicher. Die derzeit von der Hamburger Koalition geplante weitere Vertiefung der Schifffahrtswege in der Elbe lehnt Fegebank kategorisch ab. Die aktuellen Arbeiten werden es ermöglichen, dass alle marktüblichen Schiffe den Hamburger Hafen anlaufen können. Ein zusätzlicher Ausbau der Elbe ist nicht zielführend. Der Hafen ist für Hamburg sehr wichtig, aber er wird nicht der einzige Entwicklungsfaktor sein. Wir müssen vor allem auch den öffentlichen Nahverkehr stärken. Diskussionen um einen kostenlosen Nahverkehr, erteilte Fegenbank eine Absage. Das ist derzeit nicht machbar, so die Kandidatin.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 59799360 |

Weitere Meldungen

Union stellt vorgezogene Tabaksteuererhöhung infrage Nach dem Aus für die geplante 1.000-Euro-Prämie zur Entlastung von Arbeitnehmern stellt die Union auch die dafür vorgesehene Gegenfinanzierung durch eine Erhöhung der Tabaksteuer infrage. (Politik, 14.05.2026 - 14:57) weiterlesen...

Länder rechnen mit Milliardenkosten für höhere Beamtenbesoldung Die Länder müssen in den kommenden Jahren Hunderte Millionen zusätzlich ausgeben, um ihre Beamten nach einem Beschluss des Verfassungsgerichts ausreichend zu bezahlen. (Politik, 14.05.2026 - 13:00) weiterlesen...

Verbrenner-Aus: Deutsche Position könnte Antriebswende ausbremsen Wenn sich Union und SPD mit ihren Vorschlägen zum EU-Verbrenner-Aus durchsetzen, dürften E-Autos laut einer Untersuchung langsamer Marktanteile gewinnen als erwartet.Eine Analyse der Nichtregierungsorganisation Transport & Environment (T&E), über die der "Spiegel" berichtet, prognostiziert eine E-Auto-Quote von 53 bis 76 Prozent an allen Verkäufen im Jahr 2035. (Politik, 14.05.2026 - 12:44) weiterlesen...

Ökonom Günther fordert Wiedereinführung des Baukindergelds Angesichts des seit Jahren stockenden Neubaus in Deutschland hat der Ökonom und Wohnungsbau-Experte Matthias Günther vom Pestel-Institut die Wiedereinführung des Baukindergelds gefordert."Das Baukindergeld war eine echte Erfolgsgeschichte", sagte Günther der "Rheinischen Post" (Freitag). (Politik, 14.05.2026 - 12:10) weiterlesen...

Rüstungskonzern KNDS prüft Übernahme von Mercedes-Werk Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS verhandelt offenbar mit Mercedes-Benz über eine Übernahme des Werks in Ludwigsfelde südlich von Berlin. (Wirtschaft, 14.05.2026 - 10:56) weiterlesen...

Britische Wirtschaft gewinnt an Fahrt Die britische Wirtschaft hat im ersten Quartal an Fahrt gewonnen. (Boerse, 14.05.2026 - 08:31) weiterlesen...