Deutschland, Europa

Lufthansa: Pilotenstreik ist nicht nachvollziehbar

11.03.2026 - 10:34:41 | dpa.de

Die Lufthansa kritisiert den angekündigten Pilotenstreik scharf und warnt vor Folgen für Passagiere – ein Ersatzflugplan soll bis 14 Uhr stehen.

Lufthansa sucht arbeitswillige Crews, um den Streik abzumildern.  - Foto: Lando Hass/dpa
Lufthansa sucht arbeitswillige Crews, um den Streik abzumildern. - Foto: Lando Hass/dpa

Die Lufthansa verurteilt den für Donnerstag und Freitag geplanten Streik ihrer Piloten als unnötige Eskalation. Der Streikaufruf der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit sei nicht nachvollziehbar, erklärt Personalvorstand Michael Niggemann. «Vor allem nicht in einer Zeit, in der wir mit dem Iran Krieg ein neues Ausmaß geopolitischer Unsicherheit erleben und Passagiere weltweit davon betroffen sind.» Die VC hatte lediglich Flüge in den Nahen Osten von ihrer Streikdrohung ausgenommen. 

Der Konzern will laut den Ankündigungen bis spätestens 14.00 Uhr einen Ersatzflugplan für den Streikzeitraum vorlegen. Dazu habe man einen internen Aufruf gestartet, um trotz des Streiks eine Mindestzahl von Flügen anbieten zu können. Die nicht bestreikten Flugbetriebe Discover Airlines und Lufthansa City Airlines würden ihr Programm planmäßig absolvieren und nach Möglichkeit Zusatzflüge übernehmen. Beim ersten VC-Streik vor einem Monat waren an einem Tag mehr als 800 Flüge ausgefallen. 

Das große Ganze

Der Gewerkschaft bot Niggemann erneut Gespräche über eine Gesamtlösung an. «Vielmehr sollten wir, statt die Entwicklungsmöglichkeiten der Lufthansa Classic durch Streiks weiter zu verschlechtern, Gespräche über die Modernisierung und die zukünftige Flottengröße aufnehmen, was sich direkt und unmittelbar auf die Karriereperspektiven von Pilotinnen und Piloten auswirkt.»

Die Gewerkschaft hat die mehr als 5.000 Piloten der Flugbetriebe Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline zu einem 48-Stunden-Streik aufgerufen, der um Mitternacht beginnen soll. Während es bei der Regionaltochter Cityline um eine Anhebung der Gehälter geht, streiten die Tarifpartner bei der Cargo und der Kerngesellschaft um höhere Betriebsrenten.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 68658975 |

Weitere Meldungen

Wie eine Fischereimethode Meeresbewohner und Klima schädigt. Dabei zerstören sie Naturräume und schädigen das Klima stark, so eine Studie. Bei der Grundschleppnetz-Fischerei schleifen Schiffe Netze über den Meeresboden - regelmäßig auch in Schutzzonen Europas. (Wissenschaft, 01.05.2026 - 05:00) weiterlesen...

EZB wartet trotz Inflationsschub ab - Zinserhöhung im Juni?. Ist die Zinserhöhung nur aufgeschoben? Viel hängt vom Iran-Krieg ab. Sparer profitieren bereits von steigenden Zinsen. Teures Öl, steigende Inflation, Wirtschaftsflaute: Dennoch hält die EZB still. (Politik, 30.04.2026 - 15:24) weiterlesen...

EZB hält Zinsen trotz Ölpreisschock und Inflation stabil. Ist die Zinserhöhung nur aufgeschoben? Viel hängt vom Iran-Krieg ab. Sparer profitieren derweil von höheren Zinsen. Teures Öl, steigende Inflation, Wirtschaftsflaute: Dennoch hält die EZB still. (Politik, 30.04.2026 - 14:21) weiterlesen...

Bundesagentur investiert 125 Millionen in Europas KI-Zukunft Neue Konzepte statt nur Optimierung: Sprind fordert von europäischen Teams frische Ansätze, um bei Künstlicher Intelligenz mit USA und China mithalten zu können. (Wissenschaft, 30.04.2026 - 12:00) weiterlesen...

Deutschland verliert im KI-Ranking Platz an Kanada Deutschland bleibt Europas KI-Spitzenreiter, doch Kanada überholt und der Frauenanteil im deutschen KI-Sektor fällt auf Rekordtief. (Wissenschaft, 30.04.2026 - 05:00) weiterlesen...

Europol: Kriminelle rekrutieren Jugendliche für Gewalttaten. Dienstleister bieten im Internet Täter für Verbrechen an. Und die werden immer jünger. Sprengen von Geldautomaten, Überfälle und sogar Mord. (Unterhaltung, 29.04.2026 - 12:38) weiterlesen...