Union vertraut bei sozialen Netzwerken nicht der Selbstkontrolle durch die Betreiber

25.01.2020 - 09:36:28

Die Bundestagsfraktion von CDU/CSU verlangt eine externe Prüfung der Rechtswidrigkeit von Inhalten in sozialen Netzwerken.

Die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion von CDU/CSU, Nadine Schön, verlangt eine Neustrukturierung der Überwachung rechtswidriger Inhalte in sozialen Netzwerken. Statt einer Selbstkontrolle durch die Betreiber, plädiert die CDU/CSU-Fraktion für die Einführung einer Verpflichtung zur Einschaltung externer Experten. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) sieht diese Möglichkeit zwar auch schon aktuell vor, aber nicht als Verpflichtung, sondern als freiwillige Option. In der anstehenden Neuformulierung des NetzDG, soll diese Pflicht verankert werden. Damit sei eine klare Zuordnung von Verantwortung gegeben, die der Stärkung der Meinungsfreiheit und dem Persönlichkeitsschutz gleichermaßen diene, so Schön gegenüber dem „Handelsblatt“. Die Unions-Fraktion widerspricht damit den Referentenentwürfen aus dem Justizministerium, die weiterhin das Element der Freiwilligkeit festschreiben. Wir können nicht akzeptieren, dass Betreiber von Plattformen wie bisher selbst entscheiden, ob sie das Bundesamt für Justiz (BfJ) zur Begutachtung einschalten, oder nicht. Aktuell bietet das Bundesamt den Plattformbetreibern eine Liste von Einrichtungen der sog. „Regulierte Selbstregulierung“ an, um verdächtige Inhalte auf ihre Rechtskonformität zu prüfen. Die Initiative zur gesetzlichen Festschreibung einer externen Prüfung, trifft beim Verband der Internetwirtschaft auf Skepsis. Das ist definitiv der falsche Weg, so Oliver Süme, Vertreter der Internetwirtschaft. Eine freiwillige Selbstkontrolle in eine gesetzliche Verpflichtung umzuwandeln, führe zu einer unzumutbaren Belastung der Unternehmen auf dem Internetsektor. Statt eine Stärkung der Bemühungen zur Digitalisierung unserer Gesellschaft, würde diese Initiative der Union die notwendigen Entwicklungen bremsen und die Handlungsfähigkeit der Internetunternehmen einschränken. Als Folge eines derartigen staatlichen Eingriffs, sieht der Verband der Internetwirtschaft eine immense Steigerung der Kontrollfälle auf die Organe der regulierten Selbstkontrolle zukommen. Ob eine derartige Zahl von Kontrollen überhaupt bewältigbar sei, ließ der Unternehmensvertreter gegenüber dem „Handelsblatt“ offen.
@ ad-hoc-news.de

Weitere Meldungen

AfD will eigenen Radiosender starten Die AfD prüft, einen eigenen Radiosender in Deutschland zu starten. (Politik, 22.01.2026 - 00:00) weiterlesen...

Viele Beschäftigte arbeiten mehr als 40 Stunden Viele Beschäftigte in Deutschland arbeiteten zuletzt mehr als 40 Stunden in der Woche. (Politik, 22.01.2026 - 00:00) weiterlesen...

Trump verkündet Einigung im Grönland-Konflikt - Keine Strafzölle. US-Präsident Donald Trump hat die für 1. Februar im Zuge des Grönland-Konflikts angedrohten Strafzölle wieder abgesagt. Trump verkündet Einigung im Grönland-Konflikt - Keine Strafzölle (Ausland, 21.01.2026 - 20:39) weiterlesen...

Experten sorgen sich um deutsche Goldreserven in den USA Im Umfeld der Bundesbank und in der Politik werden vermehrt Forderungen laut, die deutschen Goldreserven im Wert von derzeit rund 164 Milliarden Euro aus New York abzuziehen.Der frühere Leiter der Forschungsabteilung der Bundesbank, Emanuel Mönch, sagte dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe): "Angesichts der geopolitischen Situation scheint es aktuell riskant, so viel Gold in den USA zu lagern. (Ausland, 21.01.2026 - 18:41) weiterlesen...

vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Pressestatement zur ... Pressestatement zur Überprüfung des EU-Mercosur-Abkommens durch den EuGH / Entscheidung kommt zur Unzeit - klares Signal an US-Administration erforderlich München - Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. (Boerse, 21.01.2026 - 17:28) weiterlesen...

Trump wiederholt Besitzanspruch auf Grönland US-Präsident Donald Trump hat seinen Besitzanspruch auf Grönland wiederholt. (Ausland, 21.01.2026 - 15:52) weiterlesen...