Deutschland, Bayern

HUK-Umfrage: Auto zunehmend populär, Bus und Bahn unbeliebt

23.05.2023 - 05:47:52 | dpa.de

Die Bundesregierung propagiert das Fahren mit Bus und Bahn. Doch in der Bevölkerung scheint sich eine Gegenbewegung zu vollziehen: Das Auto gewinnt sogar an Popularität, vor allem in der jungen Generation.

Autos und Lastwagen fahren auf der Autobahn 99 am Autobahnkreuz München-Süd. - Bild: Peter Kneffel/dpa
Autos und Lastwagen fahren auf der Autobahn 99 am Autobahnkreuz München-Süd. - Bild: Peter Kneffel/dpa

Das Auto bleibt aller Umweltdebatten zum Trotz nach einer neuen Umfrage beliebtestes Verkehrsmittel für die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung. Insbesondere unter den Jüngeren hat das Auto demnach im vergangenen Jahr sogar stark an Popularität gewonnen. Das hat das Umfrageinstitut Yougov in einer am Dienstag veröffentlichten repräsentativen Befragung von 4042 Bürgern ermittelt, Auftraggeber war die HUK Coburg.

Auto erfüllt Mobilitätsanforderungen

Der Kfz-Versicherungsanbieter veröffentlicht seit 2021 eine jährliche Mobilitätsstudie, befragt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Januar und Februar. In diesem Jahr sagten 72 Prozent, dass das Auto in Zukunft ihre Mobilitätsanforderungen am besten erfüllen werde - fünf Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Unter den ganz jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter von 16 bis 24 Jahren waren es sogar 74 Prozent, elf Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Gefragt wurde nach Autos aller Antriebsarten, also Elektroautos und sonstige alternative Motoren inklusive.

Bus und Bahn sind nach wie vor deutlich weniger beliebt als das Fahrrad und das Gehen: 23 Prozent sagten «zu Fuß», 19 Prozent nannten das Fahrrad, 15 Prozent die Bahn, 11 Prozent den Bus, 10 Prozent Tram und S-Bahn. Das entspricht in etwa den Ergebnissen der Vorjahre, Radeln und Gehen haben im Vergleich zur ersten Umfrage im Corona-Jahr 2021 aber schon wieder stark an Beliebtheit verloren.

Kosten ein Sorgenfaktor

Die größte Sorge vieler Befragter ist, dass der Verkehr jedweder Art teurer wird - 38 Prozent nannten «steigende Kosten für Mobilität». Einem Drittel ist aber auch die politische Festlegung auf Elektroautos suspekt, sie beklagten eine einseitige Konzentration auf batteriegetriebene Elektroantriebe im Vergleich etwa zu Wasserstoffmotoren oder den sogenannten E-Fuels. Ein Fünftel sah eine «zu starke öffentliche Bevormundung», doch ebenfalls ein Fünftel, dass der Umweltschutz zu kurz komme.

Die HUK Coburg als Auftraggeberin verband die Umfrage ihrerseits mit einer politischen Botschaft: «Diese Ergebnisse sind ein klarer Auftrag an die Politik, mehr als bisher alternative Antriebsmöglichkeiten zu prüfen», sagte Vorstandsmitglied Jörg Rheinländer.

Dass sich angesichts der stark gestiegenen Energiepreise Verkehrsplanung und -politik ändern müssen, glauben fast zwei Drittel der Befragten: 63 Prozent befürworteten die Aussage, dass die bisherigen Mobilitätskonzepte geändert werden müssten. Welcher Art diese Änderungen sein müssten oder sollten, fragte Yougov nicht ab.

de | wirtschaft | 63717367 |

Weitere Meldungen

Bayern düpiert: Alba Berlin gleicht in Finalserie aus. Berlin krönt einen defensiven Kraftakt und hat nun zwei Heimspiele. Die Bayern verlieren in den Playoffs zwei Runden lang kein Spiel - im Finale dann aber gleich das zweite gegen Alba. (Politik, 14.06.2026 - 17:41) weiterlesen...

Alba Berlin siegt in München und gleicht Finalserie aus. Das bessere Ende haben dabei die Gäste für sich. Bayern München und Alba Berlin liefern sich im Kampf um die deutsche Basketball-Meisterschaft erneut ein intensives Duell. (Politik, 14.06.2026 - 17:33) weiterlesen...

Bayern huldigt seinem «Kini» Ludwig II.. Königstreue gedenken dem Märchenkönig - und auch der heutige Regent des Freistaates reiht sich ein. König Ludwig II., Erbauer von Schlössern wie Neuschwanstein und Linderhof, ist seit 140 tot. (Unterhaltung, 14.06.2026 - 16:16) weiterlesen...

Vierter Anlauf zum zweiten Testflug deutscher Rakete. Der zweite Testflug musste bislang dreimal verschoben werden. Nun soll es klappen. Das bayerische Start-up Isar Aerospace will es Elon Musk nachtun und eine Rakete ins Weltall befördern. (Wirtschaft, 14.06.2026 - 13:20) weiterlesen...

Tod am Berg: 22-Jähriger stürzt 130 Meter tief. Dann kommt es beim Abstieg zum tragischen Unfall. Zunächst meistert ein Bergsteiger einen anspruchsvollen Aufstieg im Karwendelgebirge bei Mittenwald. (Unterhaltung, 14.06.2026 - 10:08) weiterlesen...

Zehn Jahre nach Brückeneinsturz immer noch Verfahren. Bei Schweinfurt betonieren Arbeiter im Juni 2016 eine Brücke, als das Traggerüst plötzlich nachgibt. Etliche Männer stürzen in die Tiefe. Nahezu täglich wird an Deutschlands Autobahnen gearbeitet. (Unterhaltung, 14.06.2026 - 04:00) weiterlesen...