DFB-Neuausrichtung, Klopp

DFB-Neuausrichtung: Klopp Bundestrainer, Mertesacker Geschäftsführer

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 17:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der DFB ernennt Jürgen Klopp zum neuen Bundestrainer und Per Mertesacker zum Sport-Geschäftsführer. Die Führungsriege soll Stabilität bis 2030 bringen.

DFB: Jürgen Klopp als Bundestrainer und Per Mertesacker als Sportchef bestätigt
Modernes Fußballstadion bei Dämmerung mit Fokus auf die Trainerbank und das Spielfeld. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

In einer digitalen Abstimmung haben die zuständigen Gremien des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Freitag wegweisende Personalentscheidungen für die sportliche Zukunft des Verbandes getroffen. Mit der Berufung von Jürgen Klopp zum Bundestrainer und Per Mertesacker zum Geschäftsführer Sport vollzieht die Organisation eine umfassende Neuausrichtung ihrer Führungsstruktur. Beide Personalien erhielten die offizielle Zustimmung der Gremien und markieren das Ende einer mehrmonatigen Planungsphase.

Jürgen Klopp übernimmt das Amt als 13. Chefcoach der deutschen Nationalmannschaft. Der 59-jährige Fußballlehrer wurde am Vormittag offiziell in seiner neuen Funktion vorgestellt. Sein Vertrag ist bis zum Jahr 2030 datiert, wobei der offizielle Dienstbeginn für den 15. August 2026 festgelegt wurde. Klopp folgt damit auf Julian Nagelsmann, der nach dem Ausscheiden der Auswahl in der Zwischenrunde der Weltmeisterschaft aus seinem Amt ausgeschieden war.

Neues Kompetenzteam für die Nationalmannschaft

Das Trainerteam um Klopp wird für die kommenden Aufgaben breit aufgestellt. Nach Informationen aus Verbandskreisen gehören Peter Krawietz, Pepijn Lijnders und Sven Bender künftig zum festen Trainerstab. Eine Besonderheit in der neuen Struktur stellt die Einbindung von Marc Kosicke dar. Er wird dem Verband als externer Co-Trainer für die Bereiche Strategie, Entwicklung und Innovation zur Verfügung stehen.

Die sportliche Neuausrichtung ist eng mit dem Ziel der Europameisterschaft 2028 verknüpft, die als erster großer Meilenstein der neuen Ära gilt. Bereits Ende September stehen für die Nationalmannschaft die ersten Pflichtspiele in der Nations League an. Dabei trifft die Auswahl auf die Niederlande, Serbien sowie in zwei Begegnungen auf Griechenland.

Generationswechsel in der sportlichen Leitung

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Neben der Trainerposition regelt der DFB auch die langfristige Nachfolge in der Geschäftsführung Sport. Per Mertesacker wird zum 1. Januar 2027 die Position des DFB-Geschäftsführers Sport übernehmen. Er tritt damit die Nachfolge von Andreas Rettig an, der zum Ende des laufenden Jahres aus dem Verband ausscheiden wird.

Mertesacker, der zuletzt als Leiter der Jugendakademie beim englischen Erstligisten FC Arsenal tätig war, hat ebenfalls einen Vertrag bis zum Jahr 2030 unterzeichnet. Mit dieser Besetzung setzt der DFB auf eine Führungskraft, die fundierte Erfahrungen aus der internationalen Nachwuchsarbeit mitbringt und den Verband durch die kommenden Qualifikationszyklen führen soll.

Strategische Kooperation und Standortförderung

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Im Rahmen der strukturellen Veränderungen wurde zudem eine finanzielle und strategische Übereinkunft bekannt. Der DFB leistet eine Zahlung in Höhe von 1 Million Euro an die Red-Bull-Stiftung. Verbunden mit dieser Vereinbarung ist die Zusage des Verbandes, bis zum Jahr 2030 insgesamt drei Länderspiele am Standort Leipzig auszutragen. Diese Maßnahme wird als Teil einer umfassenderen Strategie gewertet, die sportliche Präsenz der Nationalmannschaft regional zu festigen und gleichzeitig zweckgebundene Projekte zu unterstützen.

Mit dem Abschluss dieser Personalentscheidungen hat der DFB die Weichen für die kommenden vier Jahre gestellt. Die Kombination aus einem international erfahrenen Trainergespann und einer neu geordneten Geschäftsführung soll die Stabilität des Verbandes nach den enttäuschenden Ergebnissen der jüngsten Vergangenheit sichern.

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