Deutsche Telekom: Erster Dax-40-Konzern mit CO2-neutralem Betrieb
21.06.2026 - 23:28:28 | boerse-global.de
Der Konzern bilanziert seinen eigenen Geschäftsbetrieb erstmals als CO2-neutral – und ist damit nach eigenen Angaben der erste Dax-40-Konzern, der die Emissionen in den Bereichen Scope 1 und Scope 2 vollständig reduziert oder ausgeglichen hat.
Seit 2017 senkte das Unternehmen seine Emissionen in diesen Kernbereichen um 94 Prozent. Das entspricht einer Einsparung von rund 28 Millionen Tonnen CO2. Den verbleibenden Rest von weniger als sechs Prozent gleicht die Telekom durch Investitionen in CO2-Senken aus.
Klimaziele für die gesamte Wertschöpfungskette
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Die Netto-Null-Bilanz im eigenen Betrieb ist nur ein Zwischenschritt. Bis 2030 will die Telekom die Emissionen über alle Kategorien hinweg – inklusive der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3) – um 55 Prozent senken. Das endgültige Ziel: eine vollständige Netto-Null-Bilanz über die gesamte Wertschöpfungskette bis spätestens 2040.
KI-Plattform für Lieferketten
Parallel zu den ökologischen Fortschritten treibt der Konzern die Digitalisierung voran. Die Tochter T-Systems hat gemeinsam mit SupplyOn eine europäische KI-Plattform für globale Lieferketten gestartet. Rund 140.000 Unternehmen sollen in das Netzwerk eingebunden werden, um Beschaffungsprozesse effizienter zu gestalten.
Die technische Basis liefert ein spezialisiertes KI-Rechenzentrum in München. Seit Februar in Betrieb, arbeitet die Anlage mit mehr als 10.000 NVIDIA-Grafikprozessoren. Damit hat sich die KI-Kapazität in der deutschen Telekom-Infrastruktur deutlich erhöht.
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Stabiles Wachstum im ersten Quartal
Die ökologische Transformation läuft bei soliden Geschäftszahlen. Im ersten Quartal 2026 legte der Umsatz organisch um 4,7 Prozent zu. Das bereinigte EBITDA AL – eine wichtige operative Kennzahl – stieg um 7,5 Prozent.
Wegen der positiven Entwicklung hob der Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr an. Die Telekom rechnet nun mit einem bereinigten EBITDA AL von rund 47,5 Milliarden Euro. Analysten sehen die Aktie trotz kurzfristiger Schwankungen als unterbewertet – verweisen aber auf Unsicherheiten bei der US-Tochter T-Mobile.
