Zollgewerkschaft warnt vor Päckchensteuer auf Billigimporte
15.09.2025 - 01:00:00Selbst mit Einfuhrumsatzsteuer bringe jedes Päckchen nur ein paar Cent ein, während die Prüfung aufwendig ist. "Der Zöllner muss die Anmeldungen manuell prüfen und immer wieder mit physischen Formularen arbeiten", kritisierte Liebel. Hinzu komme, dass viele dieser Produkte kein CE-Siegel hätten, oder Stoffe enthielten, die in der EU nicht zugelassen sind. Bei gefälschten Markenartikeln müsse der Zoll die Ware an die Marktüberwachungsbehörden weitergeben, die meist personell überlastet seien und die Lieferungen vernichten oder zurückschicken müssten. "Wer mit Shein-Leggings beschäftigt ist, kann in dieser Zeit keine Schiffscontainer auf Kokain untersuchen", warnte der BDZ-Chef. Liebel forderte, die Zöllner zu entlasten, indem sie unzulässige Ware künftig selbst zurückschicken dürften. Das spare Arbeit und hätte zugleich einen "erzieherischen Effekt" auf Verbraucher.


