Bitcom fordert eine Initiative der Bundesregierung im IT-Bereich

23.01.2020 - 11:04:12

Der Bundesverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche sieht in der Datenstrategie der Bundesregierung nur einen ersten Schritt.

Der IT-Sektor wird die Grundlage der wirtschaftlichen Entwicklung in der Zukunft sein. Mit dieser Überzeugung mahnte der Präsident des Bundesverbandes der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche (Bitcom), Achim Berg, am Donnerstag eine umfassende Datenstrategie der Bundesregierung an. Hier entscheidet sich, ob der Wirtschaftsstandort Deutschland zukünftig im globalen Wettbewerb bestehen kann. Berg sieht vor allem auf dem Gebiet der innovativen Technologien, voran der Sektor künstliche Intelligenz, großen Handlungsbedarf. Wir müssen schnellstmöglich eine konsistente Datenstrategie entwickeln und diese ohne Verzögerungen umsetzen. Dazu bedarf es laut des Bitcom-Präsidenten sofort konkrete Maßnahmenpakete. Die Zeit, in der das Verfügen über natürliche Ressourcen über die Wettbewerbsfähigkeit entschied, sind vorbei. Heute ist der Umgang einer Volkswirtschaft mit ihren Datenschätzen ausschlaggebend für die Leistungsfähigkeit. Die Bundesrepublik benötige daher eine nationale Datenstrategie. Die Digitalisierung sei das Zukunftsprojekt, das alle Bereiche der Gesellschaft, der Wirtschaft und der staatlichen Verwaltung grundlegend verändern werde, so Berg. Dem Staat räumt der Bitcom-Präsident eine entscheidende Vorreiterrolle auf dem Weg in die digitale Zukunft ein. Daten müssen frei zugänglich gemacht werden, damit sie vollen Nutzen für die Wertschöpfung entfalten. Aktuell bliebe ein Großteil der Datenmengen ungenutzt. Als einen ersten Schritt zur Digitalisierung fordert Berg die Etablierung eines nationalen Datenportals, an das alle Open-Data-Portale standardmäßig angebunden sein müssten. Das Open-Data-Gesetz der Bundesregierung muss mit seinen Prinzipien des „open-by-default“ und „open-by-design“ in der Praxis umgesetzt werden. Das nationale Datenportal könne dann Innovationsprozesse initiieren und beschleunigen. Darüber hinaus muss eine nationale Datenstrategie für eine umfassende Rechtssicherheit im Umgang mit Daten sorgen. Bisher sei der Umgang mit Daten häufig eine rechtliche Grauzone. Berg verlangt von der Bundesregierung die Entwicklung einer Initiative zu einer EU-weiten Regelung der Datennutzung. Die Politik muss die Weichen für eine Erleichterung digitaler Geschäftsmodelle stellen und mit nationalen und internationalen Datenpools flankieren. Aber mindestens ebenso wichtig ist für Berg ein Umsteuern in der Bildungspolitik des Bundes. Die Regierung müsse handeln, bevor ein Mangel an IT-Fachkräften sich negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken könne. Wir brauchen Experten in den Unternehmen und in den Verwaltungen, die die Digitalisierung gestalten könne.
@ ad-hoc-news.de

Weitere Meldungen

Wirtschaft fordert klare Antwort Europas auf Trumps Zölle Nach der Drohung von US-Präsident Donald Trump, im Grönland-Konflikt mehrere europäische Staaten mit neuen Zöllen zu bestrafen, fordert die Wirtschaft eine deutliche und geschlossene Gegenreaktion der EU. (Boerse, 18.01.2026 - 18:02) weiterlesen...

Trumps Sonderzölle: Grüne plädieren für Allianz der Gegenmacht Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Britta Haßelmann, hat scharf auf US-Präsident Donald Trumps Ankündigung von Sonderzöllen gegen Deutschland und andere europäische Länder reagiert."Auf diese neuerliche Drohung Trumps muss die EU entschlossen und gemeinsam reagieren. (Ausland, 18.01.2026 - 14:38) weiterlesen...

Grüne fordern entschlossene Antwort auf Trumps Zolldrohung Angesichts der Eskalation der Grönland-Krise sowie der Ankündigung von Zusatzzöllen durch US-Präsident Donald Trump dringen die Grünen auf eine entschiedene Antwort Deutschlands und Europas und bieten der Bundesregierung dafür ihre Mitarbeit an.Parteichefin Franziska Brantner sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben): "Appeasement reicht nicht aus, wenn Trump vor unseren Augen die Weltordnung in Trümmer legt und unsere Wirtschaft in die Knie zwingen will. (Ausland, 18.01.2026 - 11:48) weiterlesen...

Kassenärzte unterstützen Merz in Debatte um Krankenstand Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat Friedrich Merz (CDU) nach dessen Aussagen zum hohen Krankenstand in Deutschland den Rücken gestärkt. (Politik, 18.01.2026 - 05:00) weiterlesen...

USA: Top-Demokrat will Trumps Zollpläne im Senat stoppen. Ein Top-Demokrat kündigt eine Reaktion an. Die Drohungen von Trump gegen europäische Verbündete im Konflikt um Grönland stoßen auch in den USA selbst auf Widerstand. (Ausland, 18.01.2026 - 01:39) weiterlesen...

Linnemann fordert Turbo-Staat CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann will die deutsche Verwaltung mit einer radikalen Fristenlösung beschleunigen.Linnemann sagte der "Bild am Sonntag": "Mehr Tempo schaffen wir, in dem wir Genehmigungen vereinfachen: Stellt ein Bürger oder ein Unternehmer einen Antrag bei einer Behörde, erhält er unmittelbar eine Eingangsbestätigung. (Politik, 18.01.2026 - 00:00) weiterlesen...