Depot-Insolvenz: 330 Mitarbeiter freigestellt, Filialnetz halbiert
Veröffentlicht am: 02.08.2026 um 14:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Handelskette Depot reduziert ihr Filialnetz drastisch: Von 155 Standorten bleiben nur 50. 330 Mitarbeiter werden freigestellt.
Zweite Insolvenz innerhalb von zwei Jahren
Die GDC Deutschland GmbH, Betreiberin der Marke Depot, hat die Freistellung von 220 Filialbeschäftigten und 110 Angestellten aus Zentrale und Außendienst bekannt gegeben. Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung läuft seit Mai 2026 beim Amtsgericht Aschaffenburg, Sachwalter ist Thomas Rittmeister.
Für das Unternehmen ist es die zweite Pleite binnen kurzer Zeit. Bereits 2024 mussten 250 Filialen schließen, rund 2.000 Arbeitsplätze fielen damals weg.
Gehaltssicherung endet im August
Für die betroffenen Mitarbeiter wird es finanziell eng: Die Juli-Gehälter waren noch über das Insolvenzgeld abgesichert, ab August zahlt das Unternehmen nicht mehr.
Die erneute Schieflage hat mehrere Ursachen: Gestiegene Importzölle, spürbare Kaufzurückhaltung und der wachsende Druck durch Online-Plattformen wie Temu und Shein setzen dem stationären Handel massiv zu.
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Handel in der Krise: Bäckerei Wahl und Tegut betroffen
Depot steht damit nicht allein. Anfang August meldete auch die Traditionsbäckerei Wahl aus Bestensee Insolvenz in Eigenverwaltung an. Über 400 Mitarbeiter und 54 Filialen sind betroffen, erste Schließungen in Berlin und Brandenburg laufen bereits.
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Auch im Lebensmittelhandel kriselt es: Die geplante Übernahme von 38 Tegut-Filialen durch Edeka könnte am Bundeskartellamt scheitern. Die Behörde sieht den Wettbewerb in mehreren Regionen gefährdet. Edeka hat angeboten, auf neun Standorte zu verzichten. Eine Entscheidung soll bis zum 23. September fallen. Scheitert der Deal, warnen Experten vor dem Verlust von bis zu 1.100 Arbeitsplätzen samt Logistik und Produktion.
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