Datenschutz: 25% der Unternehmen verlieren Kontrolle bei Drittanbietern
Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 01:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die IT-Tochter der Schwarz Gruppe und der Sicherheitsspezialist Zscaler bündeln ihre Kräfte. Gemeinsam bringen sie eine Cloud-Sicherheitsplattform auf den Markt, die europäischen Datenschutzanforderungen gerecht wird. Die Lösung basiert auf der Zero Trust Exchange-Technologie von Zscaler und läuft über die STACKIT-Cloud in deutschen Rechenzentren. Zielgruppe sind Unternehmen und Behörden mit hohen Ansprüchen an digitale Souveränität.
Schutz vor KI-Angriffen und strengen EU-Auflagen
Die Plattform kombiniert die Sicherheitsarchitektur von Zscaler mit der STACKIT-Infrastruktur. Das Ergebnis: ein souveräner Zero Trust SASE-Service (Secure Access Service Edge). Daten bleiben in Deutschland gespeichert und verarbeitet – das soll die Einhaltung europäischer Compliance-Standards garantieren. Ab sofort ist das Angebot für Kunden in Europa verfügbar.
Christian Müller, CEO von Schwarz Digits, betont: „Die Partnerschaft zielt darauf ab, die digitale Souveränität in Europa zu stärken.“ Misha Kuperman von Zscaler ergänzt, die Plattform sei speziell darauf ausgelegt, moderne Bedrohungen durch künstliche Intelligenz abzuwehren. Bernd Wagner, CSO von Schwarz Digits, hebt die technologische Unabhängigkeit bei der Absicherung kritischer Infrastrukturen hervor.
Die Lösung richtet sich an Branchen mit sensiblen Daten: öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Finanzdienstleister und Gesundheitswesen. Neben dem Schutz vor Cyberangriffen hilft die Plattform Unternehmen, regulatorische Vorgaben wie die NIS2-Richtlinie, den Digital Operational Resilience Act (DORA) und den EU AI Act zu erfüllen.
Um die Anforderungen des EU AI Acts rechtssicher umzusetzen, benötigen Unternehmen jetzt einen klaren Fahrplan für ihre KI-Systeme. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet Ihnen einen kompakten Überblick über alle Fristen, Pflichten und Risikoklassen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Jetzt Gratis-Leitfaden sichern
Neue EU-Vorgaben erhöhen den Druck
Die Kooperation kommt zu einem Zeitpunkt verschärfter regulatorischer Anforderungen. Erst kürzlich veröffentlichte die EU-Kommission neue Leitlinien zum Cyber Resilience Act (CRA). Sie rücken die Sicherheit von Lieferketten in den Fokus. Ab dem 11. September 2026 greifen erste Meldepflichten für aktiv ausgenutzte Schwachstellen. Der vollständige CRA-Stichtag ist für Dezember 2027 vorgesehen.
Darren Guccione, CEO von Keeper Security, warnt: „Die Sorgfaltspflicht gegenüber Drittanbietern wird zur zentralen Herausforderung für Compliance-Abteilungen.“ Unternehmen müssten sicherstellen, dass nicht nur eigene Systeme, sondern auch die in der Lieferkette genutzten Software- und Hardwarekomponenten den Sicherheitsvorgaben entsprechen.
Die Einbindung von Drittanbietern in die eigene IT-Infrastruktur erfordert eine lückenlose vertragliche Absicherung gemäß DSGVO. Erfahren Sie in diesem kostenlosen E-Book, wie Sie Auftragsverarbeitungen rechtssicher gestalten und Haftungsrisiken für Ihr Unternehmen minimieren. Gratis E-Book mit Vorlagen zur Auftragsverarbeitung herunterladen
Mangelnde Kontrolle bei Drittanbietern
Aktuelle Untersuchungen untermauern den Bedarf an robusteren Sicherheitslösungen. Eine Studie von Keeper Security aus dem Jahr 2026 zeigt: Rund 25 Prozent der deutschen Unternehmen haben unzureichende Kontrolle beim Zugriff von Drittanbietern auf ihre internen Netzwerke.
Branchenexperten sehen in der mangelnden Transparenz gegenüber externen Dienstleistern ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Angesichts steigender Fallzahlen bei Angriffen auf Lieferketten gewinnt die Implementierung von Zero-Trust-Modellen an Bedeutung. Bei diesem Ansatz vertraut das System grundsätzlich keinem Nutzer oder Gerät – egal, ob der Zugriff von innerhalb oder außerhalb des Unternehmensnetzwerks erfolgt. Die neue Plattform von Schwarz Digits und Zscaler soll genau diese Lücke schließen: kontrollierter und gesicherter Zugriff auf Cloud-Ressourcen, vollständig unter europäischer Datenhoheit.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
