Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Softwarefehler zwingt Bahn zu zweiter Sperrung in Köln

12.11.2025 - 06:48:21 | dpa.de

Dass die Bahn ab Freitag den Kölner Hauptbahnhof sperrt, sorgt bei Reisenden schon jetzt für Unmut. Nun ist klar: Es wird nicht die einzige Sperrung bleiben - wegen eines Softwarefehlers.

  • 1.300 Züge pro Tag, Hunderttausende Reisende: Der Kölner Hauptbahnhof ist eine zentrale Drehscheibe für den Bahnverkehr. (Archivbild) - Bild: Roberto Pfeil/dpa
    1.300 Züge pro Tag, Hunderttausende Reisende: Der Kölner Hauptbahnhof ist eine zentrale Drehscheibe für den Bahnverkehr. (Archivbild) - Bild: Roberto Pfeil/dpa
  • Mit Bildschirmen und Tastatur werden die Zugfahrten in einem modernen elektronischen Stellwerk gesteuert. (Archivbild) - Bild: Oliver Berg/dpa
    Mit Bildschirmen und Tastatur werden die Zugfahrten in einem modernen elektronischen Stellwerk gesteuert. (Archivbild) - Bild: Oliver Berg/dpa
1.300 Züge pro Tag, Hunderttausende Reisende: Der Kölner Hauptbahnhof ist eine zentrale Drehscheibe für den Bahnverkehr. (Archivbild) - Bild: Roberto Pfeil/dpa Mit Bildschirmen und Tastatur werden die Zugfahrten in einem modernen elektronischen Stellwerk gesteuert. (Archivbild) - Bild: Oliver Berg/dpa

Kurz vor der zehntägigen Sperrung des Kölner Hauptbahnhofs bringt ein Softwarefehler die Pläne der Bahn durcheinander - mit Folgen für Hunderttausende Reisende. Die ab Freitag geplante Inbetriebnahme eines neuen elektronischen Stellwerks könne nicht wie geplant umgesetzt werden, sagte ein Bahn-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Das habe zur Folge, dass der Kölner Hauptbahnhof in absehbarer Zeit noch ein zweites Mal für alle Fern- und Regionalzüge gesperrt werden müsse.

An der angekündigten Sperrung, die am Freitag um 21.00 Uhr beginnt, hält die Bahn trotzdem fest. Bis zum 24. November fahren dann keine Fern- und Regionalzüge zum Kölner Hauptbahnhof, sondern machen einen Bogen um das Zentrum der Millionenstadt. Die Sperrung könne trotz der Software-Probleme für «wichtige Arbeiten» etwa an Weichen und Oberleitungen genutzt werden, sagte der Sprecher.

Altes Stellwerk wird vorerst weiter genutzt

Der Softwarefehler sei bei einer Überprüfung durch Sachverständige festgestellt worden, sagte der Bahn-Sprecher. Durch den Fehler könne man wichtige Tests nicht durchführen - und letztlich nicht garantieren, ob mit dem neuen Stellwerk ein sicherer und zuverlässiger Bahnbetrieb möglich ist.

Deshalb hätten die Projektverantwortlichen entschieden, vorerst das alte Stellwerk weiterzunutzen und erst später auf die neue Technik umzustellen. Dafür sei dann allerdings eine zweite Sperrung des Kölner Hauptbahnhofs nötig.

Einen Zeitplan dafür gebe es noch nicht, sagte der Sprecher. Auch wie lang diese zusätzliche Sperrung des Kölner Hauptbahnhofs dauern wird, ist noch unklar. Hinzu kommt, dass im Februar die Generalsanierung der Strecke Köln-Wuppertal-Hagen beginnt. Die fünfmonatige Sperrung der Strecke hat weitreichende Auswirkungen auf den Fern- und Regionalverkehr in Köln.

Zentrale Drehscheibe für den Bahnverkehr

Mit 1.300 Zügen und Hunderttausenden Reisenden pro Tag ist der Kölner Hauptbahnhof eine zentrale Drehscheibe für den Bahnverkehr im Westen Deutschlands. In den vergangenen Jahren hat die Bahn rund um den Knoten Köln drei neue elektronische Stellwerke gebaut und dafür 360 Millionen Euro investiert. Sie sollen den Bahnverkehr für die Reisenden spürbar zuverlässiger und pünktlicher machen.

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