Energie, Liveticker

Gasheizungsverbot wohl faktisch um Jahre verschoben

13.06.2023 - 17:57:30 | dts-nachrichtenagentur.de

Das ursprünglich geplante Verbot neuer Gasheizungen wird faktisch wohl um mehrere Jahre verschoben.

Solange noch keine kommunale Wärmeplanung vorliege, sollen außerhalb von Neubaugebieten die Regelungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) beim Heizungstausch noch nicht gelten, wie aus einer gemeinsamen Erklärung der Fraktionsspitzen vom Dienstagnachmittag hervorgeht. FDP-Fraktionschef Christian Dürr nannte das Jahr 2028 als Termin.

"Zuerst wird der Staat etwas machen müssen", sagte Dürr. Neue Gasheizungen müssten ab 2024 allerdings "auf Wasserstoff umrüstbar" sein. Das gelte auch für Neubauten außerhalb von Neubaugebieten. Auch Holz- und Pelletheizungen sollen eingesetzt werden können. Die entsprechende Novelle des Gebäudeenergiegesetzes soll noch diese Woche im Bundestag in erster Lesung beraten werden, angestrebt wird nun von allen Ampel-Partnern eine Verabschiedung noch vor der Sommerpause. Ursprünglich sollte der Einbau neuer Gas- und Ölheizungen bereits ab 1. Januar 2024 verboten werden, die Kommunen sollten ihre langfristigen Pläne erst später festlegen müssen. Das Gesetz für die kommunale Wärmeplanung soll nun auch schon zum 1. Januar 2024 in Kraft treten. Sobald ein solcher Plan vorliegt, soll der Einbau neuer Gasheizungen weiterhin erlaubt sein, allerdings unter bestimmten Bedingungen, je nachdem welche Planung die Kommune hat: Bei einem "klimaneutralen Gasnetz" bleiben auf Wasserstoff umrüstbare Gasheizungen erlaubt, in anderen Gasnetzen nur solche Heizungen, die mit mindestens 65 Prozent Biomasse oder Wasserstoff betrieben werden.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Anzeige

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut. Daraus echten Profit schlagen ist besser.

Verstehe nicht nur, was in der Wirtschaft passiert, sondern wie du dein Portfolio optimal darauf ausrichtest. 'trading-notes' übersetzt für dich dreimal wöchentlich komplexe Marktdynamiken in konkrete, verlässliche Trading-Empfehlungen.
Jetzt abonnieren .

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerium hält Gasversorgung weiter für gesichert Das Bundeswirtschaftsministerium hält die Gasversorgung in Deutschland ungeachtet der Spannungen zwischen den USA und dem Iran weiter für gesichert.Auf die Frage, wie eine mögliche Blockade der Straße von Hormus durch den Iran sich auf LNG-Lieferungen und auf die Versorgungslage insgesamt auswirken würde, sagte eine Sprecherin des Ministeriums der dts Nachrichtenagentur, dass man "ja auch viele andere Möglichkeiten außer diese LNG-Lieferungen" habe - zum Beispiel über die norwegische Gaspipeline. (Politik, 20.02.2026 - 12:26) weiterlesen...

Bundesregierung prüft Garantien für LNG-Importe aus Argentinien Die Bundesregierung erwägt, Flüssigerdgas-Importe aus Argentinien mit staatlichen Garantien zu unterstützen. (Politik, 17.02.2026 - 10:50) weiterlesen...

Grüne werfen Reiche Untätigkeit bei Gasversorgung vor Die Grünen haben Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) wegen des geringen Gasfüllstands in Deutschland Untätigkeit vorgeworfen."Die Lage verschärft sich gerade mit Blick auf die kalte Witterung", sagte der energiepolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Michel Kellner, der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). (Politik, 17.02.2026 - 10:25) weiterlesen...

Bundesregierung arbeitet weiter an Lösung für Raffinerie Schwedt Die Bundesregierung arbeitet weiterhin an einer Lösung, um den reibungslosen Betrieb der Raffinerie Schwedt sicherzustellen und drohende Engpässe in der Kraftstoffversorgung zu vermeiden. (Politik, 16.02.2026 - 10:43) weiterlesen...

Bundesregierung verhandelt über Zukunft der Raffinerie in Schwedt Die Bundesregierung versucht, in Verhandlungen mit dem US-Finanzministerium eine Verlängerung der Produktionserlaubnis für die Raffinerie PCK in Schwedt an der Oder zu erwirken. (Ausland, 14.02.2026 - 01:00) weiterlesen...

EU-Klimakommissar für Ausbau der Atomkraft Der EU-Kommissar für Klimaschutz und sauberes Wachstum, Wopke Hoekstra, spricht sich für einen Ausbau der Atomkraft in der Europäischen Union aus. (Politik, 14.02.2026 - 01:00) weiterlesen...