Deutschland, Verkehr

Nahverkehrs-Warnstreik sorgt für Staus in den großen Städten

02.02.2026 - 16:13:49 | dpa.de

Das Stauniveau hat sich im morgendlichen Berufsverkehr teils mehr als verdreifacht. Doch nicht überall war der Ausschlag so stark.

Fährt kein Bus, sind mehr Autos unterwegs - fertig ist der Stau. (Archivbild) - Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Fährt kein Bus, sind mehr Autos unterwegs - fertig ist der Stau. (Archivbild) - Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Der Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr hat in den großen deutschen Städten zu starken Staus im morgendlichen Berufsverkehr geführt. Das zeigt eine Schnellauswertung des Verkehrsdatenspezialisten TomTom für die dpa. Die höchsten Belastungen traten dabei etwa um 8.00 bis 9.00 Uhr auf. 

Der höchste Wert der sechs untersuchten Städte wurde im Großraum München erreicht. Hier stieg der Staulevel um 8.00 Uhr auf 146 Prozent - also mehr als das Dreifache des Jahresdurchschnitts für diese Uhrzeit. Der Staulevel gibt dabei an, wie viel länger eine durchschnittliche Fahrt im Vergleich zu einer Situation ohne Behinderungen durch anderen Verkehr dauert. 

In Frankfurt wurden um 9.00 Uhr 128 Prozent erreicht. Jahresschnitt um diese Uhrzeit sind 35 Prozent. Spitzenwert in Hamburg waren 116 Prozent um 8.00 Uhr - im Vergleich zum Normalwert von 47 Prozent. Köln kam um 8.00 Uhr auf 107 Prozent statt 40 und Stuttgart auf 90 Prozent statt 31.

In Berlin fielen die Auswirkungen dagegen ein gutes Stück geringer aus: Hier maß TomTom um 9.00 Uhr 52 Prozent - nur 12 Punkte mehr als im Jahresdurchschnitt dieser Uhrzeit.

Auch der ADAC stellte einen Anstieg fest

Der ADAC hatte einen bundesweiten leichten Anstieg bei Länge und Dauer der Staus festgestellt - der Verkehrsclub greift dabei aber auf Daten zu den Autobahnen zurück, während TomTom auch in der Stadt misst. In den Morgenstunden war nach Angaben des Fahrdienstvermittlers Freenow auch die Nachfrage nach Taxis stark gestiegen.

Die Gewerkschaft Verdi hatte zu einem ganztägigen Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Betroffen waren nahezu alle 16 Bundesländer, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Lediglich Niedersachsen war ausgenommen.

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