Cybersicherheit: Bund und SANS Institute bilden tausende Experten aus
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 02:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das SANS Institute und das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) haben eine umfassende, mehrjährige Rahmenvereinbarung zur Qualifizierung staatlicher Cybersicherheitskräfte unterzeichnet.
Wie am 2. September 2026 bekannt wurde, zielt die Kooperation darauf ab, mehrere tausend Experten der Bundeswehr sowie verschiedener Bundesbehörden in hochspezialisierten Sicherheitsdisziplinen auszubilden und international anerkannte Zertifizierungen zu ermöglichen.
Fokus auf spezialisierte Zertifizierungen und Ausbildungsinhalte
Die neu geschlossene Vereinbarung hat eine Laufzeit von vier Jahren und deckt ein breites Spektrum technischer Qualifikationen ab. Das Ausbildungsprogramm umfasst wesentliche Disziplinen der modernen Cyberabwehr, darunter Offensive Security, Incident Response und Cloud Security.
Ein zentraler Bestandteil der Partnerschaft ist die GIAC-Zertifizierung (Global Information Assurance Certification), die den Teilnehmern eine nachweisbare Validierung ihrer technischen Fähigkeiten nach internationalen Standards ermöglichen soll.
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Durch die Bündelung dieser Trainingsmaßnahmen unter einer zentralen Rahmenvereinbarung streben die Partner eine Vereinheitlichung des Wissensstandes und eine Steigerung der operativen Reaktionsfähigkeit in staatlichen IT-Strukturen an.
Behördenübergreifende Kooperation zur Stärkung der Cyberabwehr
Die Vereinbarung ist als ressortübergreifendes Projekt angelegt und kommt nicht ausschließlich der Bundeswehr zugute. Zu den beteiligten Institutionen gehören maßgebliche Akteure der deutschen Sicherheitsarchitektur:
* Die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS)
* Das Auswärtige Amt
* Das Bundeskriminalamt (BKA)
* Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
Die Einbindung dieser Behörden unterstreicht den strategischen Ansatz, die personellen Kapazitäten im Bereich der Cybersicherheit angesichts wachsender Bedrohungslagen gesamtheitlich zu stärken. Die Zusammenarbeit zwischen dem SANS Institute und dem BAAINBw ist dabei nicht neu; bereits seit dem Jahr 2022 besteht eine etablierte Kooperation, die mit dem jetzigen Abschluss personell und inhaltlich signifikant ausgeweitet wird.
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Strategische Bedeutung der langfristigen Partnerschaft
Der Abschluss der Vierjahresvereinbarung markiert einen weiteren Schritt in der langfristigen Strategie zur Sicherung digitaler Souveränität und staatlicher Handlungsfähigkeit im Cyberraum. Durch die kontinuierliche Ausbildung spezialisierter Kräfte soll dem Fachkräftemangel in sicherheitskritischen IT-Bereichen entgegengewirkt werden.
Die Partnerschaft ermöglicht es den Behörden, flexibel auf technologische Entwicklungen zu reagieren, indem kontinuierlich aktuelles Wissen in Bereichen wie Cloud-Sicherheit und Angriffsdetektion vermittelt wird. Damit wird die Grundlage für eine resiliente digitale Infrastruktur der Bundesrepublik Deutschland weiter gefestigt.
