Cyberschäden, SecaSkill

Cyberschäden: SecaSkill GmbH startet kostenlosen Risikorechner

Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 01:16 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SecaSkill macht Cyberrisiken für KMU berechenbar. Der kostenlose Rechner nutzt HDI-Daten und berücksichtigt die Beschäftigtenzahl eines Betriebs.

SecaSkill veröffentlicht kostenlosen Cyber-Schadensrechner für KMU
Dunkler Serverraum mit modernen Server-Racks in einer kühlen, professionellen Büroumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Die Einschätzung finanzieller Risiken durch Cyberkriminalität stellt für viele Betriebe eine erhebliche Hürde dar. Um kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine fundierte Grundlage für ihre Sicherheitsplanung zu bieten, hat die SecaSkill GmbH am 1. September einen kostenlosen Online-Schadensrechner veröffentlicht. Das Tool soll die realen Kosten eines Cyberangriffs auf Basis spezifischer Unternehmensdaten kalkulierbar machen.

Datengestützte Kalkulation für den Mittelstand

Der neue Schadensrechner der SecaSkill GmbH greift auf die Daten der HDI Cyberstudie 2026 zurück. Die Anwendung ermöglicht es Unternehmen, die potenziellen finanziellen Folgen eines IT-Sicherheitsvorfalls individuell zu berechnen. Als zentrale Variable für die Kalkulation dient dabei die Anzahl der Mitarbeiter des jeweiligen Betriebs.

Das Werkzeug steht unter der Adresse security-awareness-toolbox.de/schadensrechner öffentlich zur Verfügung. Ziel des Angebots ist es, die oft abstrakten Gefahren der digitalen Kriminalität in konkrete betriebswirtschaftliche Kennzahlen zu übersetzen. Dies soll KMU dabei unterstützen, die Notwendigkeit von Investitionen in Sicherheitsmaßnahmen gegenüber der Geschäftsführung oder Anteilseignern zu rechtfertigen.

Reale Schadensszenarien am Beispiel der Berliner Verwaltung

Wie dringlich eine präzise Risikoanalyse ist, verdeutlicht ein aktueller Vorfall in der öffentlichen Verwaltung. Ende August bestätigte der Berliner Senat eine Lösegeldforderung der Hackergruppe Rhysida in Höhe von etwa 2 Millionen Euro, was zum damaligen Zeitpunkt 30 Bitcoins entsprach. Die Angreifer hatten zwischen dem 7. und 12. August insgesamt 5,7 Terabyte an Daten aus den Verwaltungen für Verkehr und Bauen entwendet.

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Der Angriff war am 14. August entdeckt worden. Trotz der Drohung der Hacker, die gestohlenen Informationen im Darknet zu versteigern, lehnt das Land Berlin eine Zahlung des Lösegelds ab. Dieser Fall unterstreicht die massiven Volumina an Daten und die erheblichen Summen, die bei Angriffen auf professionell organisierte Strukturen im Raum stehen.

Wachsender Markt für die Quantifizierung von IT-Risiken

Die Notwendigkeit, den Wert und das Risiko von IT-Infrastrukturen finanziell zu bewerten, wird auch durch neue Lösungen auf dem globalen Markt unterstrichen. So stellte das Unternehmen Kroll am 31. August auf der Fachkonferenz Fal.Con 2026 eine neue Lösung namens APEX vor. Diese basiert auf der Plattform CrowdStrike Falcon und zielt darauf ab, den Wert von Investitionen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) messbar zu machen.

Der Fokus auf finanzielle Metriken korreliert mit den massiven Investitionssummen in diesem Sektor. Marktbeobachter von Gartner prognostizieren für das Jahr 2026, dass die weltweiten Ausgaben für KI eine Höhe von insgesamt 2,59 Billionen US-Dollar erreichen werden. Dies entspräche einem Anstieg von 47 % im Vergleich zum Vorjahr.

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Angesichts dieser Summen gewinnt die Fähigkeit, sowohl den Nutzen als auch die potenziellen Ausfallkosten von IT-Systemen präzise zu berechnen, branchenübergreifend an Bedeutung.

Die Initiative der SecaSkill GmbH adressiert diesen Trend nun speziell für den deutschen Mittelstand, für den individuelle Risikoanalysen aufgrund begrenzter Ressourcen oft schwer umsetzbar waren. Durch die Kombination aus aktuellen Studienergebnissen und einfachen Unternehmenskennzahlen soll eine Brücke zwischen technischer Sicherheit und finanzieller Vorsorge geschlagen werden.

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