Cyberkriminalität, Bayern

Cyberkriminalität Bayern: 49.468 Fälle und 18% mehr Ransomware

Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 18:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bayerische Behörden verzeichnen 49.468 Cybercrime-Fälle, mehr Ransomware und DDoS-Angriffe sowie neue Betrugsversuche mit Elster-Logo.

Bayern meldet mehr Cyberkriminalität und warnt vor Phishing
Dunkler Serverraum mit leuchtenden Statusanzeigen in einem Rechenzentrum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Sicherheitsbehörden im Freistaat Bayern registrierten für das Jahr 2025 insgesamt 49.468 Fälle von Cyberkriminalität. Dies stellt einen Anstieg von 1,7 % im Vergleich zum vorangegangenen Jahr dar.

Innenminister Herrmann beschrieb die aktuelle Situation als eine hybride Bedrohung, die ein bisher nicht gekanntes Niveau erreicht habe. Insbesondere die Professionalisierung der Täterstrukturen und die Zunahme gezielter Angriffe auf digitale Infrastrukturen prägten das Kriminalitätslagebild.

Internationale Täterstrukturen und Ransomware-Gefahr

Ein signifikanter Anteil der Cyberkriminalität wird aus dem Ausland gesteuert. Den aktuellen Daten zufolge agieren 72 % der identifizierten Täter grenzüberschreitend. Dabei wurden insbesondere Akteure aus Russland, China und Nordkorea als Urheber der Angriffe ausgemacht.

Parallel zur Gesamtzahl der Fälle stieg auch die Intensität der Angriffe: Die Behörden bearbeiteten im Jahr 2025 rund 6.000 sicherheitsrelevante Vorfälle, was einem Zuwachs von 10 % entspricht.

Ein besonderer Schwerpunkt der kriminellen Aktivitäten liegt im Bereich der Erpressungssoftware. Die Zahl der Ransomware-Angriffe, bei denen IT-Systeme verschlüsselt werden, um Lösegeld zu fordern, stieg um 18 %.

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Neben privaten Unternehmen geraten auch staatliche Institutionen verstärkt ins Visier. So wurden im Erfassungszeitraum 105 DDoS-Angriffe auf staatliche Webseiten verzeichnet, die darauf abzielen, die Erreichbarkeit öffentlicher Dienste durch künstliche Überlastung zu stören.

Warnung vor Phishing-Kampagnen im Namen der Finanzverwaltung

Zusätzlich zu direkten Angriffen auf die Infrastruktur nehmen Betrugsversuche gegenüber Bürgern und Unternehmen zu. Die Finanzämter in München warnen aktuell vor betrügerischen E-Mails, die das offizielle Logo des Steuerportals Elster missbrauchen. In diesen Phishing-Mails fordern Kriminelle über gefälschte Links sensible Daten ab.

Die Steuerverwaltung stellte hierzu klar, dass sie grundsätzlich niemals vertrauliche Informationen per E-Mail abfrage. Experten raten dazu, solche verdächtigen Nachrichten umgehend zu löschen. Für Steuerangelegenheiten sollten sich Nutzer ausschließlich direkt über die offizielle Plattform "Mein Elster" einloggen, um die Authentizität der Kommunikation sicherzustellen.

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Einbruchsprävention und Sicherheitslage im Raum München

Neben der digitalen Bedrohungslage veröffentlichte die Polizei München Zahlen zur konventionellen Kriminalität. Im Jahr 2025 wurden im Stadtgebiet 1.008 Einbrüche in bewohntem Gebiet registriert. Bemerkenswert sei hierbei, dass es sich bei knapp der Hälfte dieser Fälle um Einbruchsversuche handelte, die nicht erfolgreich abgeschlossen wurden.

Um die Sicherheit von Wohn- und Geschäftsräumen zu erhöhen, empfiehlt die Münchner Polizei ein dreistufiges Schutzkonzept. Dieses sieht primär den Einsatz mechanischer Sicherungen vor, ergänzt durch Maßnahmen, die einen bewohnten Eindruck der Räumlichkeiten erwecken sollen.

Erst an dritter Stelle wird die Installation einer Alarmanlage angeraten. Für den Fall, dass ein Einbruch festgestellt wird, mahnen die Beamten zur Vorsicht: Betroffene sollten die Wohnung nicht betreten und unmittelbar den Notruf 110 wählen, um keine Spuren zu verwischen oder sich selbst in Gefahr zu bringen.

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