CSRD-Compliance: Asuene automatisiert Double-Materiality-Analyse
Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 16:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Softwareanbieter Asuene hat seine Plattform ASUENE um eine spezialisierte Funktion für das Management der doppelten Wesentlichkeit („Double Materiality“) erweitert. Mit diesem Schritt zielt das Unternehmen darauf ab, Firmen bei der Einhaltung der komplexen Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) sowie der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) zu unterstützen.
Die neue Erweiterung der ASUENE-Plattform setzt auf eine weitgehende Automatisierung der Berichtsprozesse. Im Zentrum steht dabei das sogenannte IRO-Scoring, das die Identifikation und Bewertung von Auswirkungen (Impacts), Risiken (Risks) und Chancen (Opportunities) ermöglicht.
Durch die automatisierte Erfassung dieser Faktoren können Unternehmen relevante Datenpunkte präziser identifizieren und eine systematische Gap-Analyse durchführen, um bestehende Defizite in ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung aufzudecken.
Automatisierung von IRO-Scoring und Gap-Analysen
Das Modul bietet Werkzeuge zur Beurteilung der Offenlegungsanforderungen und verknüpft diese direkt mit dem IRO-Management. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Bewertung von Nachhaltigkeitsaspekten aus zwei Richtungen: der sozialen und ökologischen Perspektive sowie der finanziellen Perspektive.
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Dieser Ansatz der doppelten Wesentlichkeit ist eine Kernanforderung der aktuellen EU-Regulierung und verlangt von Unternehmen, sowohl ihren eigenen Einfluss auf Umwelt und Gesellschaft als auch die finanziellen Risiken durch externe Nachhaltigkeitsfaktoren darzustellen.
Die Software soll den Prozess der Datenidentifikation und die anschließende Bewertung beschleunigen. Durch die Integration automatischer Beurteilungsmechanismen wird der administrative Aufwand reduziert, der üblicherweise mit der manuellen Erstellung von Wesentlichkeitsmatrizen verbunden ist.
Erweiterung auf internationale Standards geplant
Neben der Ausrichtung auf den europäischen Markt plant Asuene bereits die nächsten Entwicklungsschritte für seine Compliance-Lösung. Das Unternehmen beabsichtigt, die Funktionen für das Wesentlichkeitsmanagement künftig auch auf andere internationale Berichtsrahmen auszuweiten. Konkret ist eine Integration von Standards des Sustainability Standards Board of Japan (SSBJ) sowie des International Sustainability Standards Board (ISSB) vorgesehen.
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Damit reagiert der Anbieter auf die zunehmende Harmonisierung globaler ESG-Berichtspflichten. Die Plattform soll so zu einer zentralen Lösung für Unternehmen werden, die grenzüberschreitend agieren und unterschiedliche regulatorische Anforderungen in Bezug auf ihre Nachhaltigkeitsleistung erfüllen müssen.
Durch die geplante Einbindung der SSBJ- und ISSB-Vorgaben bereitet das Unternehmen den Weg für eine Anwendung über den europäischen Rechtsraum hinaus.
