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Corporate Purpose: Deutsche Firmen spenden 2,7 Milliarden Dollar

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 02:12 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Unternehmensspenden steigen, doch Förderprioritäten verschieben sich deutlich weg von Diversität und Entwicklungshilfe.

Deutsche Firmen: Rekord bei Spenden und Freiwilligenarbeit 2025
Corporate - Hände tauschen Geld oder symbolische Token aus, die Unternehmensspenden und soziale Verantwortung darstellen, mit verschwommenem Geschäftshintergrund. 10.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der aktuelle Bericht „State of Corporate Purpose 2026“ von Benevity zeigt: Unternehmensspenden stiegen um acht Prozentpunkte. Gleichzeitig erreichte das Engagement der Mitarbeitenden neue Höchststände.

Fast 24 Millionen Stunden Freiwilligenarbeit

Rund 1,87 Millionen Mitarbeitende leisteten im Jahr 2025 fast 24 Millionen Stunden Freiwilligenarbeit. Das geht aus dem Anfang Juli veröffentlichten sechsten jährlichen Trendreport hervor. Das globale Netzwerk des Unternehmens ermöglichte Gesamtspenden von 2,7 Milliarden US-Dollar. Die Mittel flossen an rund 312.000 gemeinnützige Organisationen.

Die Unterstützung für solche Programme ist in den Führungsetagen fest verankert. Der Studie zufolge befürworten 94 Prozent der CEOs firmeninterne Purpose-Programme. Als wichtigste Triebfeder nennen die Befragten die Stärkung der Unternehmensreputation und den Aufbau von Vertrauen. Bei großen Unternehmen gaben 96 Prozent an: Die Förderung des Mitarbeiterengagements ist der Hauptgrund für Investitionen in Freiwilligenprogramme.

Wandel bei den Förderzielen

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Trotz des Anstiegs zeigt der Bericht eine deutliche Verschiebung der Prioritäten. Fast zwei Drittel der Unternehmen haben die von ihnen geförderten Non-Profit-Organisationen gewechselt. Besonders deutlich wird der Rückgang in ehemals zentralen Bereichen.

Der Anteil der Unternehmen, die Organisationen mit Fokus auf Diversität und Gerechtigkeit fördern, sank von 62 Prozent im Jahr 2024 auf 36 Prozent. Auch die internationale Hilfe schrumpft: Entwicklungshilfe fiel von 56 auf 32 Prozent, Krisenhilfe von 58 auf 31 Prozent. Parallel dazu investieren Firmen verstärkt in die Vermittlung ihrer eigenen Aktivitäten. Das Budget für Kommunikation und Storytelling rückte von Platz neun auf den zweitschnellst wachsenden Budgetposten vor.

Bürokratie und KI-Erwartungen

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Bei der administrativen Belastung für gemeinnützige Organisationen zeigt sich ein Stimmungsumschwung. Im vergangenen Jahr planten noch 70 Prozent der Unternehmen, die Berichtsanforderungen für Spendenempfänger zu reduzieren. Aktuell erwarten dies nur noch zehn Prozent.

Große Hoffnungen setzen Unternehmen auf moderne Technologien. 87 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Künstliche Intelligenz die operative Last für Non-Profit-Organisationen verringern wird. Allerdings gaben lediglich 16 Prozent an, dass KI bereits ein Kernbestandteil ihrer eigenen Strategie zur gesellschaftlichen Wirkung sei.

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