Copilot Cowork: Microsoft startet KI-Zusammenarbeit mit 40% Produktivitätszuwachs
Veröffentlicht: 11.07.2026 um 10:52 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Juli 2026 ein verbrauchsbasiertes Abrechnungssystem für seinen KI-Assistenten Copilot eingeführt. Das System namens „Copilot Credits“ bietet Unternehmen flexible Nutzungsoptionen. Parallel setzt der Konzern auf eigene Sprachmodelle in Excel und Outlook – mit dem Ziel, jährlich rund 500 Millionen Euro einzusparen.
Unternehmenskunden stehen ab sofort zwei Optionen zur Verfügung: ein Prepaid-Modell (P3) sowie eine Pay-as-you-go-Variante. Ziel ist eine genauere Skalierbarkeit der KI-Nutzung. Allerdings meldeten erste Kunden technische Schwierigkeiten im Abrechnungsprozess. So sollen fehlerhafte Belastungen von knapp 95 Euro aufgetreten sein – obwohl ausreichend Guthaben vorhanden war.
Strategiewechsel: Eigene Modelle für Excel und Outlook
Hinter den Kulissen vollzieht Microsoft eine strategische Neuausrichtung. Seit dem 9. Juli 2026 leitet das Unternehmen einen Teil der KI-Abfragen in Excel und Outlook auf intern entwickelte Modelle um. Die Initiative trägt den Projektnamen „Orchard“ und nutzt die sogenannten MAI-Modelle.
Das Modell „MAI-Thinking-1“ mit 35 Milliarden Parametern wurde für tabellarische Daten und Logikaufgaben optimiert. Laut Unternehmensangaben ist es bei Excel-Abfragen bis zu zehnmal effizienter als das bisherige GPT-5.4. Durch die Verlagerung zehntausender Prompts pro Woche auf die eigene Infrastruktur will Microsoft die Abhängigkeit von externen Anbietern wie Anthropic verringern. Der Chef der KI-Sparte erklärte, das Ziel sei die deutliche Reduzierung der hohen Kosten für externe Modelle.
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OpenAI bleibt Partner: GPT-5.6 als neuer Standard
Trotz der verstärkten Nutzung eigener Kapazitäten bleibt die Kooperation mit OpenAI zentral. Die Partnerschaft wurde bis 2032 bestätigt. Am 9. Juli 2026 ernannte Microsoft GPT-5.6 offiziell zum bevorzugten Modell für Microsoft 365 Copilot. Es kommt künftig als Standard in Word, PowerPoint und der neuen Cowork-Funktion zum Einsatz.
GPT-5.6 zeichnet sich laut technischen Analysen durch eine um 30 Prozent reduzierte Halluzinationsrate und verbesserte Token-Effizienz aus. OpenAI stellte zudem eine neue Modellfamilie in drei Leistungsstufen vor:
- Sol: Das Flaggschiff für komplexe Aufgaben in Coding und Wissenschaft.
- Terra: Ein Mittelklassemodell für ausgewogene Effizienz.
- Luna: Eine kostenoptimierte Variante für einfache Aufgaben.
Die Preisstruktur: Für das Spitzenmodell Sol fallen 4,60 Euro pro Million Input-Tokens und 27,50 Euro pro Million Output-Tokens an. Das bisherige Modell GPT-5.4 wird zum 23. Juli 2026 eingestellt.
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Neue Tools für Administratoren und Cowork-Start
Für IT-Administratoren bringt die Umstellung neue Werkzeuge. Über Gruppenrichtlinien oder Intune ist nun eine automatisierte Installation der Copilot-Komponenten möglich.
Die Funktion „Copilot Cowork“ steht ab dem 14. Juli 2026 allgemein zur Verfügung. In Microsoft 365 E5-Lizenzen ist sie bereits enthalten. Für E3-Nutzer wird eine zusätzliche Gebühr von 12 Euro pro Nutzer und Monat fällig. In ersten Tests habe Cowork zu einer Produktivitätssteigerung von rund 40 Prozent geführt. Neben den Modellen von OpenAI und Microsoft soll künftig auch Claude als optionale Modellinstanz im Copilot-Chat wählbar sein – ein klares Signal für die Multimodell-Strategie des Konzerns.
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