Condor, Ufo

Condor und Ufo sichern Tariffrieden für zwei Jahre

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 13:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Vereinbarung zwischen der Fluggesellschaft und der Kabinengewerkschaft regelt Arbeitsbedingungen für die kommenden zwei Jahre. Die nächste Gehaltsrunde der Kabinencrews ist erst für Ende 2028 vorgesehen.

Tarifregeln für Condor-Crews

  • Condor und Ufo vereinbarten einen Manteltarifvertrag für Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter.
  • Die Gehälter der Kabinencrews sollen erst zum Jahresende 2028 wieder verhandelt werden.
  • Bei Lufthansa läuft nach mehreren Streikrunden eine Mediation zwischen den Gewerkschaften.
Condor ist Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft. (Archivbild) - Bild: Christian Kunz/dpa

Condor und Ufo einigen sich auf Manteltarif

Gäste der Fluggesellschaft Condor müssen in den kommenden beiden Jahren keine Streiks des fliegenden Personals befürchten. Nach dem Tarifabschluss zu den Pilotengehältern einigte sich das Unternehmen nun auch mit der Kabinengewerkschaft Ufo auf einen Manteltarif für die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter.

Mehr planbare Freizeit für Kabinenpersonal

Beide Seiten bestätigten die Einigung. Ufo-Vorstandsmitglied Mohammad Sotoudeh erklärte, erreicht worden sei, was unmittelbar zähle: mehr planbare Freizeit, verlässlichere freie Tage und klare Regeln für die Belastung.

Gehaltsverhandlungen erst Ende 2028

Über die Gehälter der Crews soll laut Ufo erst wieder zum Jahresende 2028 verhandelt werden. Der aktuelle Abschluss konzentriert sich damit auf die Arbeitsbedingungen und die Dienstplanung des Kabinenpersonals.

Condor vor Lufthansa

Früher als die Lufthansa erreicht Condor damit einen dauerhaften Tariffrieden. Bei der großen Konkurrentin läuft nach mehreren Streikrunden der Gewerkschaften Vereinigung Cockpit und Ufo eine Mediation.

Zuvor war die Schlichtung mehrerer Einzelkonflikte bei Lufthansa ergebnislos geblieben.

Der Abschluss zwischen Condor und der Kabinengewerkschaft Ufo beendet einen Tarifkonflikt, der für Reisende vor allem wegen möglicher Arbeitsniederlegungen relevant gewesen wäre. Mit der Vereinbarung gelten für das fliegende Personal nun verbindliche Regeln zu Freizeit, freien Tagen und zur Belastung.

Für Fluggesellschaften sind solche Regelungen organisatorisch besonders bedeutsam. Dienstpläne müssen langfristig erstellt werden, während wechselnde Einsatzzeiten, Nachtflüge und kurzfristige Änderungen die Planbarkeit für Crews erschweren. Verlässlichere freie Tage können deshalb nicht nur die Arbeitsbedingungen verbessern, sondern auch die Personalplanung stabilisieren.

Abstand zur Lufthansa

Condor erreicht den Tariffrieden früher als die Lufthansa, bei der nach mehreren Streikrunden eine Mediation läuft. Der Vergleich zeigt, dass Tarifverhandlungen im Luftverkehr über einzelne Berufsgruppen hinweg unterschiedliche Geschwindigkeiten haben können.

Für Passagiere bedeutet die Einigung zunächst mehr Planungssicherheit für die kommenden zwei Jahre. Änderungen an Flugplänen aus anderen Gründen, etwa wegen Technik, Wetter oder behördlicher Vorgaben, schließt der Tarifabschluss jedoch nicht aus.

Gehälter bleiben zunächst ausgespart

Die Gehälter der Kabinencrews sind von der aktuellen Vereinbarung nicht dauerhaft geregelt. Nach Angaben der Gewerkschaft sollen sie erst zum Jahresende 2028 wieder verhandelt werden; damit bleibt dieser Themenbereich als möglicher späterer Konfliktpunkt bestehen.

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