Condor und Ufo sichern Tariffrieden für zwei Jahre
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 13:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWSTarifregeln für Condor-Crews
- Condor und Ufo vereinbarten einen Manteltarifvertrag für Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter.
- Die Gehälter der Kabinencrews sollen erst zum Jahresende 2028 wieder verhandelt werden.
- Bei Lufthansa läuft nach mehreren Streikrunden eine Mediation zwischen den Gewerkschaften.
Condor und Ufo einigen sich auf Manteltarif
Gäste der Fluggesellschaft Condor müssen in den kommenden beiden Jahren keine Streiks des fliegenden Personals befürchten. Nach dem Tarifabschluss zu den Pilotengehältern einigte sich das Unternehmen nun auch mit der Kabinengewerkschaft Ufo auf einen Manteltarif für die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter.
Mehr planbare Freizeit für Kabinenpersonal
Beide Seiten bestätigten die Einigung. Ufo-Vorstandsmitglied Mohammad Sotoudeh erklärte, erreicht worden sei, was unmittelbar zähle: mehr planbare Freizeit, verlässlichere freie Tage und klare Regeln für die Belastung.
Gehaltsverhandlungen erst Ende 2028
Über die Gehälter der Crews soll laut Ufo erst wieder zum Jahresende 2028 verhandelt werden. Der aktuelle Abschluss konzentriert sich damit auf die Arbeitsbedingungen und die Dienstplanung des Kabinenpersonals.
Condor vor Lufthansa
Früher als die Lufthansa erreicht Condor damit einen dauerhaften Tariffrieden. Bei der großen Konkurrentin läuft nach mehreren Streikrunden der Gewerkschaften Vereinigung Cockpit und Ufo eine Mediation.
Zuvor war die Schlichtung mehrerer Einzelkonflikte bei Lufthansa ergebnislos geblieben.
Der Abschluss zwischen Condor und der Kabinengewerkschaft Ufo beendet einen Tarifkonflikt, der für Reisende vor allem wegen möglicher Arbeitsniederlegungen relevant gewesen wäre. Mit der Vereinbarung gelten für das fliegende Personal nun verbindliche Regeln zu Freizeit, freien Tagen und zur Belastung.
Für Fluggesellschaften sind solche Regelungen organisatorisch besonders bedeutsam. Dienstpläne müssen langfristig erstellt werden, während wechselnde Einsatzzeiten, Nachtflüge und kurzfristige Änderungen die Planbarkeit für Crews erschweren. Verlässlichere freie Tage können deshalb nicht nur die Arbeitsbedingungen verbessern, sondern auch die Personalplanung stabilisieren.
Abstand zur Lufthansa
Condor erreicht den Tariffrieden früher als die Lufthansa, bei der nach mehreren Streikrunden eine Mediation läuft. Der Vergleich zeigt, dass Tarifverhandlungen im Luftverkehr über einzelne Berufsgruppen hinweg unterschiedliche Geschwindigkeiten haben können.
Für Passagiere bedeutet die Einigung zunächst mehr Planungssicherheit für die kommenden zwei Jahre. Änderungen an Flugplänen aus anderen Gründen, etwa wegen Technik, Wetter oder behördlicher Vorgaben, schließt der Tarifabschluss jedoch nicht aus.
Gehälter bleiben zunächst ausgespart
Die Gehälter der Kabinencrews sind von der aktuellen Vereinbarung nicht dauerhaft geregelt. Nach Angaben der Gewerkschaft sollen sie erst zum Jahresende 2028 wieder verhandelt werden; damit bleibt dieser Themenbereich als möglicher späterer Konfliktpunkt bestehen.
