Coca-Cola, Quartalszahlen

Coca-Cola steigert Umsatz auf 13,4 Milliarden Dollar

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 13:13 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der US-Getränkekonzern wächst im dritten Quartal stärker als erwartet und setzt dabei besonders auf zuckerfreie Produkte. Für 2026 rechnet das Unternehmen nun mit mindestens fünf Prozent organischem Umsatzwachstum und hebt auch das Gewinnziel an.

Quartalszahlen aus Atlanta

  • Coca-Cola steigerte den Umsatz im dritten Quartal um gut sieben Prozent auf fast 13,4 Milliarden Dollar.
  • Der operative Gewinn legte um zwölf Prozent auf fast 4,47 Milliarden Dollar zu.
  • Beim vergleichbaren Ergebnis je Aktie erreichte der Konzern 0,91 Dollar.
Coca-Cola erwartet bessere Geschäfte (Archivbild) - Bild: Uli Deck/dpa

Coca-Cola steigert Umsatz und Absatz

Coca-Cola hat im dritten Quartal den Umsatz um gut sieben Prozent auf fast 13,4 Milliarden Dollar gesteigert. Der US-Getränkekonzern verkaufte mehr Softdrinks und profitierte zusätzlich von leicht höheren Preisen, wobei zuckerfreie Getränke besonders gefragt waren.

Jahresprognose erneut angehoben

Wie das Unternehmen am Dienstag in Atlanta mitteilte, wuchs der Umsatz auch aus eigener Kraft um gut sieben Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Unternehmenschef Henrique Braun nun mit einem organischen Umsatzplus von mindestens fünf Prozent.

Zuletzt hatte Coca-Cola das Ziel im Juli angehoben und rund fünf Prozent Wachstum in Aussicht gestellt. Die Kennzahl berücksichtigt Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe nicht.

Gewinn legt deutlich zu

Das operative Ergebnis stieg im dritten Quartal um zwölf Prozent auf fast 4,47 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verdiente Coca-Cola gut vier Milliarden Dollar und damit acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Aktie je Anteil übertrifft Erwartungen

Das vergleichbare Ergebnis je Aktie erhöhte sich auf 0,91 Dollar und fiel damit etwas besser aus als erwartet. Für diese Kennziffer hob das Management das Jahresziel ebenfalls an: Es rechnet nun mit einem Zuwachs von mindestens elf Prozent, nachdem zuvor neun bis zehn Prozent erwartet worden waren.

Der Erfolg zuckerfreier Getränke steht in einem größeren Wandel des Softdrinkmarkts. Verbraucher greifen zunehmend zu Produkten, die weniger oder keinen Zucker enthalten, während Hersteller ihre Portfolios mit Zero- und Light-Varianten ausbauen. Für Coca-Cola kann dieser Trend Absatzwachstum ermöglichen, ohne dass der Konzern ausschließlich auf größere Mengen klassischer, zuckerhaltiger Limonade angewiesen ist.

In Deutschland gewinnt das Thema zusätzlich durch die geplante Zuckersteuer an Bedeutung. Das vorgesehene Modell soll ab Juli 2027 Getränke mit mindestens fünf Gramm Zucker je 100 Milliliter belasten; ab acht Gramm ist eine höhere Abgabe vorgesehen. Zuckerfreie Getränke sollen davon ausgenommen bleiben. Damit könnten sich Preisunterschiede zwischen klassischen Softdrinks und Zero-Produkten verstärken.

Rezepturen und Preise im Fokus

Die Entwicklung betrifft deshalb nicht nur das Kaufverhalten, sondern auch die Produktpolitik der Hersteller. Erfahrungen aus Großbritannien zeigen, dass eine Abgabe Anreize für neue Rezepturen schaffen kann, um den Zuckergehalt unter steuerliche Schwellen zu senken. Für Coca-Cola wird entscheidend sein, wie stark Verbraucher zwischen Geschmack, Preis und Gesundheitsaspekten abwägen.

Die angehobene Prognose signalisiert zugleich, dass der Konzern trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten Spielraum für Wachstum sieht. Höhere Preise tragen zum Umsatz bei, der Absatzanstieg zeigt aber, dass die Nachfrageentwicklung über den reinen Preiseffekt hinausgeht. Für Kunden könnte die geplante Abgabe bei zuckerhaltigen Produkten mittelfristig höhere Kosten bedeuten, während zuckerfreie Alternativen preislich attraktiver werden könnten.

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