Cobot-Sicherheit: Techman Robot erhält IEC-62443-Zertifizierung auf SL2
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 09:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Robotikhersteller Techman Robot hat für seine TM AI Cobot S-Serie die Sicherheitszertifizierung nach dem Industriestandard IEC 62443-4-2 auf der Sicherheitsstufe 2 (SL2) erhalten. Die Vergabe erfolgte nach einer unabhängigen Überprüfung durch die Prüfgesellschaft DEKRA, wie aus Unternehmensmitteilungen von Anfang Oktober 2026 hervorgeht. Damit setzt das Unternehmen ein Zeichen für IT-Sicherheit in vernetzten Produktionsumgebungen.
Sicherheitsstandards für kollaborative Robotik
Mit der Einstufung nach Sicherheitsstufe 2 (Security Level 2) bescheinigt die Prüforganisation DEKRA der Modellreihe TM AI Cobot S die Einhaltung definierter Anforderungen an die IT- und Cybersicherheit industrieller Komponenten.
Die Normenreihe IEC 62443 bildet einen internationalen Rahmen für die Sicherheit industrieller Automatisierungs- und Steuerungssysteme und legt technische Kriterien für Komponenten fest, um industrielle Netzwerke vor unbefugten Zugriffen, Manipulationen und Sicherheitslücken zu schützen.
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Techman Robot bezeichnet sich in diesem Zusammenhang als weltweit ersten Hersteller von kollaborativen Robotern mit integrierter Bildverarbeitungs-KI, der diese Zertifizierung nach IEC 62443-4-2 SL2 erlangt hat. Integrierte Kamerasysteme und Algorithmen zur Bilderkennung gewinnen in der modernen Fabrikautomation zunehmend an Bedeutung, erfordern durch ihre Einbindung in Firmennetzwerke jedoch erweiterte Schutzmaßnahmen gegen Cyberangriffe.
Prozesse für den Produktlebenszyklus und europäische Vorgaben
Neben den technischen Eigenschaften der Baureihe umfasst der Sicherheitsansatz des Herstellers definierte Prozesse entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Nach Angaben von Techman Robot zählen dazu strukturierte Abläufe für das Schwachstellenmanagement, Richtlinien zur Meldung von Sicherheitsvorfällen sowie geregelte Mechanismen für Software- und Firmware-Updates.
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Das Unternehmen erklärte, diese Lebenszyklusmaßnahmen künftig weiter zu verstärken, um den Anforderungen des europäischen Cyber Resilience Act gerecht zu werden.
Der Rechtsakt der Europäischen Union zielt darauf ab, die Cybersicherheit digitaler Produkte zu vereinheitlichen und Hersteller zur kontinuierlichen Überwachung und Behebung von Schwachstellen über die gesamte Nutzungsdauer hinweg zu verpflichten.
Durch den Nachweis etablierter Prozesse bereitet sich der Hersteller auf die steigenden regulatorischen Vorgaben im Bereich vernetzter Industrieanlagen vor.
