CO-Emissionen, Preispuffer

CO?-Emissionen: EU einigt sich auf Preispuffer für ETS2 ab 2028

14.06.2026 - 06:58:24 | boerse-global.de

Vietnam beschleunigt die Fertigstellung von Emissionskontrollen, um die COP26-Ziele zu erreichen. Die EU einigt sich auf einen Preispuffer für den neuen ETS2-Handel ab 2028.

Klimaziele 2050: Vietnam treibt Emissionsregeln voran
CO-Emissionen - Abstrakte Darstellung von Zahnrädern und digitalen Datenströmen, die die Kontrolle von Treibhausgasemissionen symbolisieren. 14.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Nur so lassen sich die COP26-Klimaziele bis 2050 erreichen.

Schon heute verpflichten die Dekrete 06/2022/ND-CP und 119/2025/ND-CP Unternehmen zur Erfassung und Reduzierung ihrer Emissionen. Doch in der Praxis hakt es gewaltig.

Wo die Umsetzung stockt

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Die aktuelle zweijährige Inventarpflicht macht eine präzise Fortschrittskontrolle fast unmöglich. Hinzu kommt: Es fehlt ein funktionierendes Online-Meldesystem. Und die Verteilung der Emissionsquoten bleibt unklar.

Experten schlagen vor, verbindliche Quoten zunächst nur für große Emittenten einzuführen. Die Erfassung sollte auf einen jährlichen Turnus umgestellt werden. Das Ziel: ein funktionierender Kohlenstoffmarkt mit klaren behördlichen Zuständigkeiten.

EU einigt sich auf Preispuffer für ETS2

Parallel dazu haben sich die EU-Institutionen am Wochenende auf Maßnahmen zur Dämpfung der CO?-Preise verständigt. Der neue Emissionshandel ETS2 für Gebäude und Verkehr startet 2028.

Die Neuregelung sieht vor: Zweimal jährlich können bis zu 80 Millionen zusätzliche Zertifikate freigegeben werden – immer dann, wenn der Preis die 45-Euro-Marke überschreitet. Die Reserve-Schwelle wurde auf 260 Millionen Zertifikate gesenkt. Die Marktstabilitätsreserve läuft über 2030 hinaus weiter.

Unionspolitiker im EU-Parlament rechnen mit einem Preis zwischen 45 und 50 Euro. Das könnte deutsche Verbraucher entlasten – der nationale CO?-Preis liegt derzeit bei 55 bis 65 Euro.

Kritik am neuen Energieeffizienzgesetz

In Deutschland sorgt der Entwurf des überarbeiteten Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) für Ärger. Das Bundeswirtschaftsministerium plant strenge Obergrenzen für den Primär- und Endenergieverbrauch. Bis 2030 soll der Verbrauch um 27 Prozent sinken, bis 2045 um 45 Prozent – jeweils gegenüber 2008.

Der DIHK schlägt Alarm: Werden die nötigen Effizienzsteigerungen von jährlich 1,7 Prozent nicht erreicht, droht ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um fast 9 Prozent. Kritiker befürchten zudem eine Abwanderung von Industrieunternehmen wegen bürokratischer Hürden. Neue Vorgaben betreffen künftig auch KI-Rechenzentren.

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Resilienz und Forschung

Während die Regularien verschärft werden, rücken präventive Maßnahmen in den Fokus. In Tirana startet in den kommenden Tagen ein regionaler Lernprozess zur kommunalen Resilienz. Fachleute aus neun Ländern diskutieren, wie sich kritische Infrastrukturen in Energie, Wasser und IT vor Klimaextremen schützen lassen.

Auf technologischer Ebene arbeitet das Fraunhofer CCPE an nachhaltigen Alternativen für die Bauwirtschaft. Ein aktuelles Projekt entwickelt halogenfreie Hochleistungsdämmstoffe auf Basis von Polymilchsäure (PLA). Erste Tests zeigen eine Wärmeleitfähigkeit auf dem Niveau konventioneller Dämmstoffe. Das Institut sucht derzeit Industriepartner für die Skalierung.

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